Mittwoch, 31. Juli 2013

Requisiten für meinen Buchtrailer


Für mein kommendes Buch werde ich demnächst einen Buchtrailer drehen. Das Storyboard ist schon geschrieben und die Requisiten festgelegt, von denen ich einige bereits zeigen kann:





















Eine Soft-Dart-Pistole, die ich noch für den Steampunk-Look umlackieren muss. Einen lustigen "Arsch mit Ohren"-Anhänger habe ich ihr schon verpasst :).
Darunter drei Spielkarten, mit denen ich die drei Parteien darstellen möchte.




























Meine Requisitenkiste. Wieder sieht man die Spielkarten. Daneben Filmblut, Handschuhe zum Schutz vor Filmblut und ein gelber Schraubenzieher.






















Eine alte Felldecke und ein Fuchsschwanz aus dem Keller müssen herhalten als Werwolfsfell. Damit wird aber niemand verkleidet. Ich zerschneide einen Teil der Decke, um daraus blutige Überreste eines Werwolfs zu machen. Die Haare des Schwanzes müssen auch dran glauben :).






















Ein paar Wunden, die eine gute Freundin von mir verpasst bekommt. Dabei handelt es sich um einfache Tattoos, die man mit ein bisschen Wasser auftragen kann und danach auch leicht wieder abbekommt.

Was ich noch verraten kann:
Es wird sehr düster, es wird blutig und es wird spannend!





Montag, 29. Juli 2013

Promotour in Hamburg: Schwule Literatur, Bücher in Bussen und Rapper von der Straße

Zwei Wochen Urlaub in Hamburg und natürlich wollte ich den Aufenthalt in der wunderbaren Stadt auch diesmal dazu nutzen, für mich und meine Geschichten Werbung zu machen. 2.500 Lesezeichen und 100 Leckerbissen-Hefte bringen nichts, wenn sie in meiner Bude vergammeln, also raus damit! :)

Meine Freundin und ich waren für einen Großteil unserer Urlaubszeit auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, was in Hamburg wirklich angenehm ist! Was mir in den Hamburger Bussen schon vor einem Jahr positiv aufgefallen war: Dort gibt es Bücherregale, aus denen man sich einfach bedienen kann, solange man das Buch wieder zurückstellt. Selbstredend hatte ich, immer wenn ich wusste, dass wir Bus fahren, ein paar meiner Lesezeichen parat, die ich dann gut sichtbar platzieren konnte. Auch ein Leckerbissen-Heft habe ich ausgesetzt!




In der City angekommen sind wir erstmal an die Elbe und haben uns die tollen Schiffe, die Fähren und den Containerhafen angeschaut. Danach gingen wie in die Innenstadt auf die Jagd nach Buchhandlungen :). Diesmal verteilte ich nicht nur kostenlose Leckerbissen-Heftchen, wie noch in Köln, sondern wollte hauptsächlich ein paar meiner vielen Lesezeichen loswerden. Ein prima Werbemittel, wenn sie schön gestaltet sind und unter die Leute kommen!



















Meinen ersten Besuch machte ich bei "Marissal Bücher am Rathaus". Gemäß dem Namen befindet sich der Laden direkt gegenüber von Hamburgs prachtvollem Rathaus.
Die Dame an der Kasse war zwar bereit, meine Lesezeichen auszulegen, aber der Ort war etwas seltsam: Hinter der offen stehenden Glastür im untersten Regal. Dort stand ein kleines Körbchen mit allerlei Zetteln, wo sie ganz vorne meine Lesezeichen dazusteckte. Nicht gerade der beste Ort, um gefunden zu werden, aber besser als in meinem Rucksack.


















Wir gingen weiter in die Große Johannisstraße, immer noch am Rathaus, und ich entdeckte die Buchhandlung "Zeilenreich". Nach dem eher nüchternen Ergebnis in der Marissal-Buchhandlung, kostete es mich einige Überwindung, aber zu meiner positiven Überraschung war die Frau, die alleine in dem gut gekühlten Laden war, sehr offen und freundlich. Wir unterhielten uns noch kurz und ich musste klarstellen, dass ich kein Comicbuch-Autor bin, auch wenn die Lesezeichen dies vielleicht vermitteln.
Zum Abschied gab ich ihr die Hand und verließ glücklich das Geschäft.

Dass ich auf meinem Weg durch die Stadt jemanden treffen würde, der genauso "unterwegs" ist wie ich, hätte ich nicht gedacht. Normalerweise gehe ich auch weiter, wenn mich Leute einfach so auf der Straße anquatschen, aber als Haji Brown mich fragte, ob ich Rap und Hip Hop höre, blieb ich erstmal verdutzt stehen, da ich diese Musik in der Tat sehr gerne mag. Dann hielt er mir seine Kopfhörer hin und fragte "Möchtest du mal in meine selbst gemachte Musik reinhören?". Ich war neugierig und fand es natürlich sehr sympathisch, dass er selber Musik macht. Das bisschen, was ich unter dem Straßenlärm hören konnte hat mir gefallen und so musste er mich gar nicht weiter überreden, seine CD für 10 Euro zu kaufen. Er war ein Self-Publisher so wie ich, alleine dieser Umstand war für mich ein Grund, ihn zu unterstützen.

Natürlich hatte ich auch etwas im Gepäck. Als ich ihm fünf meiner Lesezeichen in die Hand drückte und erzählte, was ich so mache, fragte er erstaunt "Du schreibst auch?". Wir unterhielten uns noch kurz und verabschiedeten uns dann. "Danke für den Support und noch viel Spaß in der City!", gab er uns mit auf den Weg.

Auf Youtube könnt ihr Haji Brown und das Label "Chosen Few Records" selbst erleben. Haji Brown ist auch auf Facebook, wo man sieht, wie viele Leute seine CD schon gekauft haben! :)



Ebenfalls in der Große Johannisstraße fand ich das Buchgeschäft "Boysen + Mauke". Dort gab es an der Kasse ein großes Glas, in dem bereits viele Lesezeichen steckten und ich meine dazuschieben konnte. Zwei Frauen führten den Laden, die wirklich sehr freundlich und zuvorkommend waren.
Ich bedankte mich und bekam als Antwort "Ach, doch nicht dafür!" :).



















Wie schon in Köln gab es auch in Hamburg ein Furry-Event. Das gute daran: Ausgetragen von der Buchhandlung "Männerschwarm", dessen Besitzer mit meiner Freundin bekannt ist. Das Geschäft in der Langen Reihe bietet schwul-lesbische Literatur an und hat jetzt auch ein paar kostenlose Leckerbissen, Flyer und Lesezeichen im Sortiment! :) Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Volker Wuttke!

Nachdem sich die Fur-Suiter in dem Buchladen umgezogen hatten, ging es los mit dem Fur-Walk an der Alster. Die Kostüme kamen bei den Leuten sehr gut an und viele wollten sich mit den fantastischen Wesen fotografieren lassen.
Danach gingen wir gemeinsam essen, ich hatte aber leider keine weiteren Flyer oder Lesezeichen mehr dabei!
Lektion gelernt! ;)

















Zum Abschluss habe ich bei einem Ausflug in die schöne Stadt Plön bei der Buchhandlung Schneider einen ganzen Packen Lesezeichen abgeben können. Auch hier wurde ich freundlich empfangen und die Lesezeichen sind dort auch gut aufgehoben!
















Hier eine kleine Übersicht der Buchhandlungen, in denen ich erfolgreich war. Die Buchhandlung Schneider in Plön ist hier nicht aufgeführt.






Vielen Dank an alle Buchhandlungen, die mich unterstützen! Das finde ich großartig!



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Donnerstag, 11. Juli 2013

Möglichkeit für Offline-Marketing: StadtLesen!

Bild: http://stadtlesen.blogspot.de
Liebe Autoren, packt eure Flyer, Lesezeichen und Leseproben ein und geht in eure Stadt, um Menschen zu beglücken! :) Fragt umliegende Kaffees, ob ihr euer Material auslegen dürft oder geht direkt zu den Lesern und drückt es ihnen in die Hand (erfordert Mut, ich weiß!).






Was ist Stadtlesen?
Lesegenuss unter freiem Himmel bei freiem Eintritt in ausgewählten Lesestädten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mehr Informationen unter: www.StadtLesen.com.


StadtLesenStädte Deutschland

Berlin: Bebelplatz von 02. bis 05. Mai 2013

Coburg: Albertsplatz von 09. bis 12. Mai 2013 mit Paul Maar

Darmstadt: Carree-Piazza von 23. bis 26. Mai 2013 mit Zsuzsa Bánk

Zwickau: Hauptmarkt von 30. Mai bis 02. Juni 2013 mit Thomas Raab

Bad Reichenhall: Fußgängerzone Salzburgerstraße von 06. bis 09. Juni 2013 mit Regina Bönsel

Lorsch: Benediktinerplatz von 13. bis 16. Juni 2013 mit Adam Johnson

Ingelheim am Rhein: Stadtplatz von 20. bis 23 Juni 2013 mit Rainer Rudloff

Fürth: Dr. Konrad-Adenauer-Anlage von 27. bis 30 Juni 2013

Saarbrücken: St. Johanner Markt von 04. bis 07. Juli 2013 mit Oliver Uschmann

Reutlingen: Marktplatz von 11. bis 14. Juli 2013 mit Gunter Haug

Neu-Ulm: Donauufer beim Edwin-Scharff-Haus von 18. bis 21. Juli 2013 mit Silvia Stolzenburg

Freiburg: Kartoffelmarkt von 25. bis 28 Juli 2013 mit Oliver Bottini

Mühldorf: Stadtplatz von 08. bis 11. August 2013 mit Franz Xaver Roth

Eggenfelden: Stadtplatz von 26. bis 29. September 2013 mit Andreas Föhr

München: Odeonsplatz von 03. bis 06. Oktober 2013



StadtLeseStädte Österreich 

Graz: Hauptplatz von 01. bis 04. August 2013 mit Folke Tegetthoff

Bregenz: Seepromenade von 15. bis 18. August 2013 mit Robert Seethaler

Leoben: Hauptplatz von 22. bis 25. August 2013 mit Eva Rossmann

Salzburg: Mozartplatz von 29. August bis 01. September 2013

Klagenfurt: Neuer Platz von 05. bis 08. September 2013 mit Händl Klaus

Wien: Haupthof des MQ von 12. bis 15. September 2013 mit Dirk Stermann

Innsbruck: Landestheatervorplatz von 19. bis 22. September 2013 mit Christoph W. Bauer



StadtLeseStädte Schweiz 

Olten: Kirchgasse von 17. bis 20. Oktober 2013 mit Milena Moser






Direktes Leserfeedback

Gestern Abend wurde über Twitter ein Leser auf mein Buch "Kurzgeschichten aus Nuun" aufmerksam. Nachdem er es sich gekauft hatte, schrieb er mir nach jeder Geschichte sofort seine Meinung, die ich in diesem Bild festgehalten habe! :)

Vielen Dank nochmal, lieber @rimelrey!




Mittwoch, 10. Juli 2013

Gewinnspiel!

Im April habe ich den NaNoWriMo gewonnen und dafür u. a. einen 50% - Nachlass-Gutschein für die Schreibsoftware "Scrivener" bekommen. Dumm nur, dass ich das Programm bereits gekauft habe. Daher dieses Gewinnspiel.
Um zu gewinnen, musst du auf Twitter einfach nur den entsprechenden Tweet retweeten. Alternativ kannst  diesen Blogpost mit dem Verweis auf meinen Account "@Doppelmond" in einem Tweet erwähnen.

EDIT:
Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat @rimelrey! Herzlichen Glückwunsch!




Rezension: Dunkle Seiten – Band VI

Titel: Dunkle Seiten – Band VI
Inhalt: 120 Seiten, Illustriert
Verlag: www.twilightline.com, Wasungen, August 2012
ISBN: 978-3-941122-83-3
Der Titel ist als Taschenbuch, Hardcover und eBook erhältlich.

Das Ebook habe ich mir im Zuge einer Gratis-Aktion zugelegt und war richtig gespannt auf ein paar gute Horror-Geschichten. Band 6 von "Dunkle Seiten" wurde aber leider mindestens im Halbdunkeln geschrieben, ansonsten kann ich mir die Zeitfehler und häufigen Wortwiederholungen nicht erklären.








Trick or Treat (Marc Hartkamp)

Die Grundidee gefällt mir ganz gut, aber leider lässt der Autor den Protagonisten erzählen, statt es ihn (und damit den Leser) direkt erleben zu lassen. Das hätte der Geschichte und dem Gruselfaktor sehr gut getan! Handwerklich ist die Geschichte ansonsten okay. Überraschungen oder Wendungen gibt es keine.



Die Seance (Birgit Raule)

Der Hauptcharakter ist lächerlich naiv, womit ich mich leider überhaupt nicht identifizieren kann. Protagonisten sollten immer clever und nachvollziehbar handeln, um sie glaubwürdig darzustellen, gerade weil er der für den Leser der Anker zur Geschichte ist!
Die Freundin des Protagonisten ist recht stereotyp, was man bei einer Kurzgeschichte aber nicht unbedingt als negativ auslegen kann, wenn dafür die anderen Charaktere dreidimensionaler sind. Der Protagonist ist es leider nicht.
Zum Handwerk:
Die Autorin sollte darauf achten, weniger Füllwörter zu benutzen. Das würde den Text deutlich entschlacken!
Besonders negativ aufgefallen sind die häufigen Wortwiederholungen. Auch hier benötigt die Geschichte eine Überarbeitung.
Das Ende gefällt mir nicht, da agiert der Protagonist plötzlich entgegengesetzt dem, was er vorher gesagt und gedacht hat.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen, was der Alp mit den Besuchern während der Seance anstellt!



Orgiastic (Marc Gore)

Die schlechteste Geschichte des ganzen Buches. Dem Autor geht es nicht darum, etwas zu erzählen, sondern blutig-ekelhafte Szenen zu schreiben. Ich habe das erste Mal in meinem Leben große Teile einer Geschichte übersprungen, weil mir die Beschreibungen zu explizit waren und rein gar nichts zur Geschichte beigetragen haben.
Neben der exzessiven Gewaltdarstellung wird auch das Ausrufezeichen exzessiv benutzt. Der Autor wiederholt sich auch sehr oft und es könnten viele Sätze gestrichen werden, die keinerlei Aussage haben.



Der Rausch des Feenlandes (Alexander Knörr)

Die Wortwiederholungen treten hier so häufig auf, dass sie dem Autor eigentlich auffallen sollten oder zumindest dem Herausgeber! Krasse Zeitfehler zu Beginn der Geschichte fördern auch nicht gerade die Lust zum Weiterlesen.
Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, aber leider wird das Potenzial nicht ausgeschöpft. Da hätte man mehr draus machen können, finde ich.
Das Ende der Geschichte ist unlogisch. Hier schreibt er, dass die Presse von dem gefährlichen Buch weiß bzw. wusste. Aber wieso hat dann niemand etwas dagegen unternommen?



Die blutende Wand (Manfred Schnitzler)

Die Geschichte ist stellenweise recht wirr geschrieben, was das Lesen unnötig erschwert. So werden z.B. in manchen Sätzen Ereignisse aus der Zukunft vorweggenommen, was der Spannung meiner Meinung nach nicht gut tut. Spannender wäre es gewesen, wenn der Autor die Geschichte hätte chronologisch passieren lassen, statt sie einfach zu erzählen.
Bei dem Titel erwartet der Leser eigentlich zu erfahren, warum die Wand blutet. Die Erklärung wird aber nicht geliefert, was sehr enttäuschend ist.



Schwesterherz (Daniel Möhle)

Die beste Geschichte des gesamten Buches.
Das Ende der Story war ganz nach meinem Geschmack, denn da steckt eine dicke Überraschung drin. Danke, Daniel! Du verstehst dein Handwerk!
Negativ muss ich anmerken, dass die Geschichte am Anfang sehr träge in Fahrt kommt. Hier würde eine Kürzung wunder wirken und die gute Story noch besser machen!



Santas Dorf der Verdammten (Thomas Williams)

Sehr langatmiger Anfang. So langatmig wie ein 8-Stunden-Marsch durch die Wüste. Du quälst dich durch, in der Hoffnung, das noch was gutes kommt. Dann wird es auch besser, als das Pärchen auf ein Weihnachtsdorf und seine bösen Bewohner trifft.
Von da an verläuft leider alles wie man es erwartet und es passieren keinerlei Überraschungen. Das Ende ist okay, der Schlusssatz das Highlight der Geschichte.
Sehr lustig! :)



Das Ferkeltaxi Oliver Henzler

Handwerklich verbesserungswürdig. An sich aber eine nette kleine Geschichte mit überraschendem Ende. Alleine, dass die Geschichte eine Pointe hat, im Gegensatz zu vielen anderen dieses Ebooks, hat mich angenehm überrascht!



Wicked Tale Melanie Vogltanz

Düstere Story über zwei Brüder. Hat mir gut gefallen, ebenso das Ende! Etwas konstruiert fand ich, dass der Bruder unterbewusst wieder zu der Kirche zurückkehrt, exakt 15 Jahre nach dem schlimmen Vorfall.



Der Nebel S.R. Nikolay

Handwerklich gut, Story an sich aber recht langweilig und ohne Überraschungen. Trotzdem ist sie eine der besseren des Buches!



Der blutige Bräutigam Sonja Jeziorowski

Der Autor erzählt uns mehr, als das er uns an der Geschichte direkt teilhaben lässt. Es gibt häufige Wortwiederholungen, keine Überraschungen und ein unbefriedigendes Ende.


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Gesamtwertung:

Die meisten Geschichten brauchen dringend eine Überarbeitung. Die Autoren sollten ihre Geschichten kürzen, Wortwiederholungen und Zeitfehler vermeiden und ihren Erzählungen mit der ein oder anderen Überraschung mehr Pepp verleihen!
In meinem Artikel "5 Wege, deinen Text besser zu machen!" gebe ich ein paar Tipps, schaut mal rein!




Dienstag, 2. Juli 2013

Promo-Tour in Köln: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!



Offline-Werbung ist für mich absolutes Neuland, aber ich habe viele Ideen, wie ich auch außerhalb des Internets die Leute auf mich und meine Geschichten aufmerksam machen kann. Hier berichte ich euch davon.


»Et kütt wie et kütt«


Einen Wochenendaufenthalt in meiner Lieblingsstadt habe ich dazu genutzt, Werbung für mich und meine Geschichten zu machen. Zuhause habe ich via Google und Google Maps recherchiert, ob und wo es Comicläden in Köln gibt. Drei habe ich gefunden, die ich besuchen und fragen wollte, ob sie meine Gratis-Leckerbissen, Lesezeichen und Flyer auslegen möchten. Aber kein Plan überlebt den ersten Schuss auf dem Schlachtfeld und so kam alles ein bisschen anders. Aber lest selbst:


1. Pin-Up in der Ritterstraße

www.pinupcomic.de
Von außen sieht das Geschäft sehr klein aus, erstreckt sich aber weit nach hinten und hat neben Comics, Büchern und Actionfiguren auch Schallplatten und alte VHS-Kassetten zu bieten! Man kommt sich vor wie auf einem gut sortierten Dachboden eines Hauses, in dem mehrere Generationen von Nerds gelebt und gesammelt haben. Aus jeder Ecke strömt einem kreative Magie entgegen!

Der gute Mann hinter der Kasse nahm mein Angebot dankend entgegen, und blätterte eines der Leckerbissen durch. "Die Geschichten sind aber nicht zu heftig, oder?", fragte er mich. Ich konnte ihm versichern, dass es keine explizite Gewaltdarstellung gibt. Einen Packen Lesezeichen nahm er auch an.
"Ja, das machen wir doch gerne!", sagte er.
Erfolg, Erfolg! :)
Nachdem ich mich noch ein wenig umgesehen hatte, verließ ich das Geschäft.
Das war ein guter Start!


»Wat fott es es fott«


2. Cologne Fur Dance

Polarwuggs und ich auf dem http://www.cologne-cfd.de
Am Abend des gleichen Tages waren meine Freundin und ich (Sorry, Groupies! ;) auf dem "Cologne Fur Dance", einer Diskoveranstaltung für Leute des Furry-Fandoms, die sich gerne Felltier-Ganzkörper-Kostüme überstreifen.
Schon vorab habe ich Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen (wichtig!) und gefragt, ob ich dort meine Sachen auslegen darf. Vor Ort zeigte ich ihm kurz nochmal die Leckerbissen, Flyer und Lesezeichen und durfte dann loslegen. An passenden Stellen legte ich die Sachen hin, aber schnell merkte ich, dass wenig Interesse bestand. Die Veranstaltung war zu Party-Mäßig. Da liest keiner Kurzgeschichten oder schaut sich einen Flyer an. Meine Freundin drängte mich, an den Tischen, an denen schon viele Menschen saßen, Flyer zu verteilen, aber das traute ich mich nicht. Ich bin in manchen Sachen noch recht schüchtern und bei so vielen Menschen von Tisch zu Tisch gehen, wäre mir sehr unangenehm gewesen.
Im Nachhinein ärgere ich mich darüber.
Die Location wird auch für andere Veranstaltungen genutzt, weshalb ich die Sachen liegen gelassen habe. Zwei der vier Leckerbissen nahm ich wieder mit, als wir Nachts die Party verließen.



3. Die Menschen dort abholen, wo sie warten!

Hotel-Lobby des Ibis Budget, Kölnmesse
Nächster Tag: Hotel-Lobby! Der perfekte Ort!
Hier sitzen Menschen, die warten. Menschen, die gleich eine lange Auto- oder Zugfahrt vor sich haben und diese vielleicht mit Lesen verkürzen möchten!
Nachdem mir der nette Mann an der Rezeption das Okay gab, habe ich dort drei Leckerbissen und ein paar Lesezeichen hingelegt. Kurze Zeit später waren zwei Leckerbissen bereits verschwunden, so dass ich Tags darauf wieder nachgelegt habe. Hier habe ich mich kurzerhand umentschieden, extra noch einmal in die Nordstadt zu einem recht kleinen Comicladen zu fahren, wenn das hier direkt vor meiner Nase so gut angenommen wird. Es hat sich auch gelohnt, dass ich zwei meiner Hefte vom Cologne Fur Dance wieder mitgenommen habe!

Was ich gelernt habe: Dort, wo Menschen warten müssen, ist ein sehr guter Ort, um Flyer, Heftchen usw. auszulegen. Also wenn du weißt, du übernachtest in einem Hotel: Frag an der Rezeption, ob du dein Material in die Lobby legen darfst!


»Wat wellste maache?«


4. Gratis ist manchmal schon zu teuer!

Die tolle Sam und ich! :)
Am dritten und letzten Tag traf ich mich mit der guten Sam Subotic von www.nerdshit.de. Wir kennen uns schon jahrelang übers Internet und haben uns bisher nur einmal kurz auf der Gamescom 2009 getroffen.

Gemeinsam gingen wir in einen Comicladen am Chlodwigplatz, im Süden von Köln.
Dort fragte ich die Verkäuferin, ob sie meine Hefte auslegen möchten.
Ein gequältes "Nein" bekam ich als Antwort.


Ich fragte nach dem Grund.
"Weil hier schon so viel rumliegt und das keiner mitnimmt!".
"Schade", antwortete ich.
Wir schauten uns noch kurz im Laden um und gingen wieder.
Doofe Sache: Heute war Abreise, wir hatten schon ausgecheckt und ich wusste nicht wohin mit dem Stapel "Leckerbissen", der für diesen Comicladen gedacht war. Sam war die Rettung! Da sie später noch auf die FH in Köln ging, und dort einen geeigneten Platz wusste, an dem ständig Flyer und Magazine dankend mitgenommen werden, nahm sie die restlichen Hefte mit. Super! Danke, Sam! :)



5. "Lege ein Buch rein, nimm eins mit!"

Wer findet den Leckerbissen? :)
Gestern schon entdeckt, heute dann bestückt: Eine Eselsohr Lesestation am Frauen-Mediaturm. Ein schmaler Glaskasten, hinter dem zahlreiche Bücher zu finden waren.
Mein letztes Heft und die letzten Lesezeichen habe ich hier abgelegt, in der Hoffnung, einen glücklichen Leser damit zu finden. 














»Et hätt noch immer jot jejange«


Somit war ich all das Material, das ich mitgenommen hatte losgeworden und gut verteilt war es auch noch! Mein ursprünglicher Plan änderte sich sehr stark, aber man kennt daheim in seinem Kreativbunker eben selten die Begebenheiten auf dem Schlachtfeld! :).


Hier gibts die Karte auf Google Maps!
Was ich gelernt habe:

1. Plane, aber sei flexibel!

2. Dort wo Menschen warten, wird gerne gelesen!

3. Dort wo Menschen tanzen, wird nicht gerne gelesen!

4. Nicht in jedem Comicladen arbeiten Menschen, die ihren Arbeitsplatz "leben"









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