Sonntag, 28. Dezember 2014

Etappenziel erreicht: Mein Roman ist bereit für neue Testleser!

Nach monatelanger Arbeit ist mein Romantext jetzt endlich bereit, in die nächste Testleserunde zu gehen. Im April bekamen bereits befreundete Autorinnen den Roman zu lesen.

Jetzt seid ihr dran: Die Leser! :)





Aktueller Stand meines Romans:


101.282 Wörter. 
Das entspricht ca. 290 Taschenbuch-Seiten!




*O-Ton des Autors Benjamin Spang, nachdem er
das Wort "ENDE" unter sein Manuskript setzen konnte!



Warum überhaupt eine zweite Testleserunde?

Nun ja, ganz einfach: Die Vorbereitungen meiner StartNext-Kampagne laufen noch. In's Lektorat kann ich meinen Text noch nicht geben, denn um die Kosten dafür zu decken mache ich das Crowdfunding ja überhaupt! Da macht es doch Sinn, die Zeit zu nutzen und ein paar Leser nach ihrer Meinung zu fragen, oder?

Hast du Bock? Werde Testleser/in!

Bedenke aber, dass es nicht nur einfach "hinsetzen und lesen" bedeutet. Du musst konzentriert und bewusst lesen, dir währenddessen immer wieder Dinge notieren und kritisch hinterfragen! Und Zeit hättest du dafür auch nur vier Wochen und zwar von Mitte Januar bis Mitte Februar.
Um dir die Arbeit zu erleichtern, liefere ich einen Fragebogen mit, den du ausfüllen musst.

Wie dieser Fragebogen aussieht?

Hier ein kleines Beispiel:

  • Wie gut fandest du mein Buch? Vergib ihm eine Schulnote (1= hat mir sehr gut gefallen, 6=hat mir überhaupt nicht gefallen
  • Wie gerne würdest du eine Fortsetzung der Geschichte lesen wollen auf einer Skala von 1 (Nein danke) bis 5 (Unbedingt!)?
  • Konntest du meinen Text flüssig lesen?
  • Erinnert dich das Buch an andere Bücher oder AutorInnen? Wenn ja, an welche?
  • Fandest du Charakter XY sympathisch? Wenn ja, warum? Wenn nicht, warum?


Diese und viele weitere Fragen würden auf dich niederprasseln, wenn du dich als Testleser/in anbietest.


Okay, immer noch Interesse? Dann schau mal, ob du diese Kriterien erfüllst:

  • Du möchtest mir dabei helfen, meinen Roman zu verbessern
  • Du kannst ein Buch lesen und sagen, was dir daran gefällt / nicht gefällt und dies auch begründen
  • Du hast keine Scheu davor, mir deine ehrliche Meinung zu dem Roman zu sagen
  • Du hast vom 15. Januar 2015 bis 15. Februar 2015 genug Zeit, um mein Buch (300 Taschenbuchseiten!) zu lesen und mir Feedback dazu zu liefern

Wenn all diese Punkte auf dich zutreffen, dann schreib mir doch einfach eine Email! :) Am besten an benjamin.spang@gmail.com!



Vielen Dank!



Gehabt euch wohl, liebe Leser!




Sonntag, 21. Dezember 2014

5 Gründe, warum ich schreibe

Ich habe mich schon oft nach meiner Motivation gefragt, fiktive Geschichten zu schreiben.

Wieso machst du das?


Aktueller Stand: Wörter: 101.218 | Taschenbuch-Seiten: 290


Wieso stehe ich von Montag bis Freitag um 5 Uhr Morgens auf und schreibe zwei Stunden?


1. Weil es Spaß macht

Ich habe schon immer gerne Gott gespielt.
Dinge aus dem Nichts erschaffen, aus der grauen Soße in meinem Kopf, die durch unzählige Filme, Geschichten, Bücher, Erlebnisse und all deren Kombinationen vorhanden ist. Daraus picke ich mir die Zutaten (ob bewusst oder unbewusst), die ich benötige, um daraus etwas Eigenes zu kreieren.

Ebenso macht es mir Spaß, an einem Text so lange zu arbeiten, bis man das bestmögliche Ergebnis erzielt hat. Oft passiert es mir, das ich erst während des Überarbeitens eine Idee bekomme, die der Geschichte die sprichwörtliche Krone aufsetzt. Diese Idee war vielleicht schon die ganze Zeit während des Schreibens da, aber sie wollte sich mir nicht zeigen. Ein gutes Gefühl, wenn man sie dann doch entdeckt und die Geschichte damit verbessern kann.

Ich unterhalte auch furchtbar gerne.
Meine Leser sollen nach Nuun, meiner Fantasywelt reisen, und die Städte, Pflanzen und skurrilen Lebewesen entdecken. In ihren Köpfen sollen meine Charaktere lebendig werden, sie sollen von meinen Worten gefesselt werden, eintauchen und nach dem Lesen meiner Geschichten denken "Wow, ich will dorthin zurück. Gib mir mehr!".




2. Spuren hinterlassen

Ideen, die durch meinen Kopf gingen, sind gebannt auf Papier. Ein wunderbarer Gedanke.
Jedes Buch, das ich schreibe, jeder Text, den ich veröffentliche hat die Chance, für immer bestehen zu können. Ich bin irgendwann tot und mein faules Fleisch unter der Erde.
Und dann?
Bleiben noch die Erinnerungen meiner Freunde und ein paar Fotos auf irgendeiner Festplatte.

Meine Texte bleiben und können weiterhin andere Menschen unterhalten und neue Ideen in ihnen entfachen. Vielleicht ließt irgendwann jemand einen meiner Texte und beginnt dann selbst mit dem Schreiben.

Ich will etwas Großartiges hinterlassen nach meinem Tod.


3. Mich mitteilen

In meinen Geschichten kann ich Werte und Ideen vermitteln, die mir wichtig sind. In meiner Geschichte "Die Gruft", habe ich z.B. gezeigt, das man alte Pfade vielleicht verlassen sollte, wenn es keinen Spaß mehr macht, auf ihnen zu wandeln. Da steckt immer auch ein Teil von mir drin, in diesen Mitteilungen. In einer meiner anderen Geschichten zeige ich, das ein Krieg zwischen zwei Völkern nicht zwangsläufig von jedem Mitglied dieser Völker ausgefochten werden möchte.
Das macht Spaß und ich finde es spannend, solche ernste Themen aufzugreifen und sie mit Vampiren, Werwölfen und Steampunk zu erzählen. Mein Roman geht auch in diese Richtung. Dort ist u.a. der Zusammenhalt der Familie ein Thema.


4. Ich bin unabhängig

Ein weiterer Grund, weshalb ich schreibe: Ich brauche sonst niemanden dazu. Ich kann als Ein-Mann-Geschichtenfabrik arbeiten und bin unabhängig.
Vor wenigen Jahren war ich noch der Videospieleentwicklung zugetan. Vieles, was für ein fertiges Spiel nötig war, konnte ich nicht und ich war auf andere angewiesen. Das lief die meiste Zeit sehr gut, aber dennoch war es immer wieder frustrierend für mich.
Die beste Idee ist wertlos, wenn man sie nicht umsetzen kann.
Jetzt erstelle ich das Produkt "Buch" von der ersten Idee bis zur Verföffentlichung komplett selbst, was mir eine ungeheure Befriedigung verschafft.


5. Wegen dem Geld

Nein. Lange habe ich gedacht, ich mache es, um reich und berühmt zu werden. Da gibt es leider schnellere Wege. Dennoch glaube ich, dass wenn ich viele Romane schreibe und meine Arbeit so gut wie möglich mache, es sich irgendwann auszahlt, auch aus finanzieller Sicht.

Ja, ich will irgendwann einmal vom Schreiben Leben können.
Findest du das gut?
Dann unterstütze mich doch und kauf dir mein Buch. :)

Vielen Dank!


Schreibst du auch? Warum?


Gehabt euch wohl, liebe Leser!







Sonntag, 14. Dezember 2014

4 Dinge, die mich vom Schreiben abhalten

... und wie ich mit ihnen umgehe.


Aktueller Stand: Wörter: 100.358 | Taschenbuch-Seiten: 287


1. Mein Brotjob

Bild: GG Berlin / pixelio.de
Unangefochten auf Platz 1.

Jeder, der berufstätig ist und nebenbei schreibt, wird mir zustimmen. Acht Stunden und mehr nimmt mir der Brotjob von meinem Tag. Aber er gibt mir auch etwas: Struktur und einen Tagesrhythmus.
Das mache ich mir zunutzen und passe mich diesem Rhythmus an. Statt mich zu grämen, frage ich mich: Was kann ich außerhalb der acht Arbeitsstunden an Schreibarbeit erledigen?
Eine ganze Zeit lang habe ich immer nach der Arbeit noch eine Stunde geschrieben. Oft hat es dann aber an der Konzentration gemangelt und in Verbindung mit der fehlenden Energie wurde es zur Qual. Ich war vom Arbeitstag einfach schon zu durchgelaugt. Also habe ich es mir angewöhnt (was sehr lange gedauert hat!), meinen Tag früher zu beginnen. Ich stehe jetzt bereits um 5 Uhr auf, um in Ruhe ganze zwei Stunden in meine Schreibprojekte zu stecken.

Dinge die nicht so viel Denkarbeit erfordern erledige ich jetzt nach meinen 8 Stunden auf der Arbeit. Zum Beispiel Marketing, Blogposts wie diesen oder Grafikarbeiten. Dabei kann man auch Musik hören und sich gut entspannen.


2. Der Partner

Ich liebe Sie und ich verbringe furchtbar gerne Zeit mit meiner Freundin. Aber die Natur der Partnerschaft erfordert natürlich die Investition von Zeit. In diesem Falle rate ich jedem Autor und jeder Autorin, sich einen Partner zu suchen, der damit klar kommt, das man ein tägliches Schreibpensum zu erfüllen hat. Wenn diese Grundvoraussetzung nicht gegeben ist, helfen auch andere Tipps nicht weiter :).


3. Das Internet

Ich möchte nicht irgendwann auf dem Sterbebett liegen und sagen müssen: "Ich war ganz besonders gut darin, Katzenvideos auf Youtube zu gucken!". Das ist mein Hauptantrieb, Facebook und andere Ablenkungen aus dem Internet zu schließen, und mich konzentriert auf meine Schreibprojekte zu konzentrieren. Ich nehme mir täglich eine gewisse Zeit vor, in der ich ausschließlich an meinen Texten arbeite. Alles, was mich ablenken könnte, bleibt geschlossen. Der Browser ist nur geöffnet, falls ich etwas recherchieren muss. Dafür reicht Google.
Um 5 Uhr, meiner Schreibzeit, habe ich gar keinen Browser geöffnet. Ich starte mein Schreibprogramm und nach 2 Stunden schließe ich es wieder.
Alles andere kann warten bis Abends.




4. Marketing

Da mir Marketing besonders viel Spaß macht, kann es schon mal passieren, das ich eher eine neue Werbeidee verfolge, als am eigentlichen Schreibprojekt zu arbeiten. Besonders verlockend, wenn man sich einredet, das man das ja schließlich machen muss, um Bücher zu verkaufen. Hier empfehle ich, die Zeit dafür im Blick zu halten und generell immer sehr viel mehr Zeit ins Schreiben zu stecken und dieses auch immer zuerst zu erledigen. Nachdem ich meine feste Schreibzeit hinter mir habe, kann ich mich guten Gewissens anderen Aufgaben widmen.


Schreibst du? Wie gehst du mit Ablenkungen, welcher Art auch immer, um und erreichst dennoch deine Schreibziele?


Gehabt euch wohl, liebe Leser!


Verwandte Blogposts:

- Drei gute Gründe, früh morgens zu schreiben


- Wie kriegt man ein Romanprojekt in den Griff?





Sonntag, 7. Dezember 2014

Kurzgeschichte: Der Lauf der Natur

Es wird Zeit, euch mal wieder nach Nuun zu schicken, liebe Leser!
Den Charakter und auch das Tier aus dieser Kurzgeschichte werdet ihr in meinem Roman wiederfinden. Viel Spaß beim Lesen! :)

Du willst die Geschichte auf deinem Tablet oder E-Reader lesen?
Kein Problem, ladet sie euch hier herunter! (pdf, epub, mobi)

Aktueller Stand: Wörter: 100.480 | Taschenbuch-Seiten: 288


Coverzeichnung: Marvin Herbring a.k.a. Vyse
Der Lauf der Natur

Blut lief aus der Kehle des Tieres in das dunkle Moos. Aus den winzigen, spitzen Zähnen ragte die Zunge hervor. Der Tod war noch nicht allzu lange her, denn es saßen keine Fliegen auf der Leiche der jungen Zirkulkatze. Der Werwolf grämte sich nicht und nahm dieses Geschenk Laturas an, griff sein Messer aus dem Gürtel und begann damit, das Fell von dem kleinen Körper zu schneiden. Der Lauf der Natur ist gnadenlos, aber Tan’Gros wusste, das dieser Lauf gerecht war. Er fing an den Läufen an, schälte die Haut nach unten und machte dann einen Schnitt an der Bauchdecke, um das Fell mit einem kräftigen Zug ganz vom Körper zu trennen. Unerwartet rann Blut über seine Pfoten und er merkte, dass er beim letzten Zug einen Teil des kleinen Katzenohres eingerissen hatte. Er versuchte, das rosa Fell nicht damit zu besudeln und schob es sich hastig in den Beutel. Es war ihm wichtig, nur das zu nehmen, was er wirklich brauchte und so legte er den gehäuteten Körper wieder auf das Moosbett, damit hungrige Vögel und Raubtiere davon satt werden konnten. Das Messer schob er in seinen Lendenschurz, dann breitete er seine Arme auseinander, um den dunkelroten Umhang hinter seine Schultern zu schieben, ohne ihn dabei mit seinen blutigen Pfoten anfassen zu müssen. Er drehte sich um, und nach  nur einem Schritt in die Himmelsrichtung des Flusses, an dem er sich waschen wollte, blieb er ruckartig stehen. Hinter einem Busch sah er sie. Er folgte ihr mit seinen Augen, bis die ausgewachsene Zirkulkatze hinter dem dicht begrünten Hügel hervorkam und ein gutturales Knurren von sich gab. Der Werwolf erkannte sofort, dass es sich um ein weibliches Exemplar handelte. Die weiße Mähne, die sich um Nacken und Schultern wand, war deutlich buschiger als bei den Männchen. Außerdem waren die violetten Wirbel, die auf dem rosanen Fell saßen, dunkler und zahlreicher.
Ein kräftiger Windstoß ging durch die breiten Blätter der hochgewachsenen Bäume, während sich die Raubkatze mit eleganten Schritten näherte. Ihrer zuckenden Nase sah man an, dass sie das Blut witterte. Wieder knurrte sie, zeigte jetzt aber deutlich ihre Reißzähne. Speichel rann über ihren breiten Unterkiefer auf den Boden. Tan’Gros starrte in zwei grimmige, gelbe Katzenaugen.
Dein Verlust ist schmerzlich, das weiß ich. Aber sei dir sicher, dass ich es nicht war, der das Leben deines Kindes nahm. Ich nahm nur, was Latura mir anbot.“, sagte Tan’Gros, ohne dabei seine Stimme zu benutzen.
Die Katze schloss ihr Maul, der Fluss an Speichel stoppte abrupt. Sie schnaubte stoßartig durch ihre Nase und brüllte dann aus ganzer Kraft. Tan’Gros’ Ohren dröhnten und die Blätter und Zweige um sie herum zitterten. Raben und andere Vögel ergriffen laut schnatternd die Flucht nach oben, so dass im nächsten Moment eine unangenehme Stille den Dschungel beherrschte. Der Werwolf wusste, dass er mit einfacher Ansprache nicht weiterkommen würde. Er musste zu härteren Mitteln greifen. Mittel, die er in den letzten Jahrzehnten einstudierte und beherrschte wie kein anderer.
Ruhig blieb er stehen und schaute auf die Katze. Bedrohlich wackelte sie mit ihrem langen, dünnen Schwanz, fast als wolle sie den Schamanen damit hypnotisieren. Ihre Augen funkelten und mit kleinen, unscheinbaren Bewegungen machte sie sich bereit, auf die Bedrohung vor sich zu springen und sie mit einem gezielten Biss in den Nacken zu töten.
Gewähre mir Eintritt, ich befehle es dir!“, dachte Tan’Gros, schloss die Augen und verlangsamte seinen Atem. Die Katze hob abwechselnd ihre breiten Vorderpfoten.
Ich möchte Zutritt, gewähre ihn mir! Sofort!“, dachte er erneut. Mit seinem Vertrauen in Latura und der Natur kniete sich Tan’Gros langsam auf den Boden des Dschungels und legte seine Pfoten auf die behaarten Oberschenkel. Seine Augen blieben geschlossen.
„Wir
sind es, die deine Heimat beschützen. Wir sind es, die euch nur töten, wenn wir hungrig sind. Wir sind es, die eure Existenz ehren und schätzen. Gewähre mir Eintritt! Sofort!“, sagte er stumm und atmete ruhig ein und wieder aus.
Die Zirkulkatze murrte, schloss ihr triefendes Maul und schlich auf den Werwolf zu, bis sie genau vor seiner Schnauze stand. Sie schnaubte und starrte ihn trotzig an. „Nein“, hörte Tan’Gros, als wäre es ein leises Flüstern des Windes. Der Blick der Katze ging auf seine blutbefleckten Pfoten. Dann schlängelte sie sich an ihm vorbei und beschnupperte ihr totes, gehäutetes Kind. Mit ihrer Tatze stupste sie gegen den rosa Leib, bis er vom Moos auf die Erde rutschte. Der Werwolf drehte sein linkes Ohr nach hinten und blieb dabei regungslos sitzen. Die Katze schaute auf, öffnete traurig ihr Maul und schloss es wieder. Ratlos schaute sie hinter sich zu Tan’Gros, verließ mit hängendem Kopf ihr Kind und verschwand in einem der zahlreichen Wildgreißbüsche.
Der Schamane blieb sitzen, bis die Tür zum Geiste der Katze verblasste. Er öffnete die Augen und schaute geradeaus in die Grüne Vegetation des Dschungels. Der Lauf der Natur war ohne Gnade. Gut, wenn man mir ihr reden konnte.

Lust auf eine weitere Kurzgeschichte? Jetzt lesen:
- Eine schlechte Nachricht



Gehabt euch wohl, liebe Leser!


Montag, 1. Dezember 2014

Filmkritik: Interstellar

Ich bin immer noch ein bisschen durch den Wind.

Eins vorweg: Interstellar ist ein richtig guter Film!

Vorrangig geht es um Menschen und Familie und zweitrangig um Raumfahrt und coole Raumschiffe. Aliens kommen überhaupt nicht vor. Das war auch meine Hoffnung.

Der Film stellt spannende Fragen und zeigt uns auf wie hoch der Preis dafür ist, diese Fragen beantworten zu können. Fragen zu Zeit, Raum und dem Finden eines neuen, bewohnbaren Planeten.
Ich habe nicht nur eine Träne vergossen bei dem Streifen, von den Sturzbächen meiner Freundin fange ich gar nicht erst an. Nehmt also Taschentücher mit, denn:

Falls ihr INTERSTELLAR noch nicht gesehen habt und er in einem Kino eurer Nähe noch läuft: Meine glasklare Empfehlung habt ihr! 

Ansonsten legt euch die DVD zu, das ist gut investiertes Geld!

Gerade bei Google die Frage gelesen: "Why wasn't Interstellar shot in 3D?"
Meine Antwort: Weil er diese Effekthascherei gar nicht nötig hat. Dieser Film braucht kein 3D!

Der beste Effekt ist das geile Drehbuch.

Die Autoren (Christopher und Jonathan Nolan) haben ihre Arbeit verdammt gut gemacht! Ich bin mir ziemlich sicher und hoffe es auch, gerade einen Film gesehen zu haben, der nächstes Jahr einen Oscar bekommt.

Apropos Effekte: Das war der erste Weltraumfilm den ich gesehen habe, bei dem die Szenen im All wirklich komplett ohne Geräusche und Musik gezeigt werden. Du sitzt im Kino und es ist einfach komplett Still. In einer Zeit, wo die Explosionen und Actionszenen immer absurder werden (Liebe Grüße an Michael Bay), sticht genau DAS doch besonders hervor, oder? Weitläufige Panoramen und in der Ecke, ganz klein die Raumstation. Und dazu eine Portion Stille. Sehr, sehr gelungen!

Der Film geht 3 Stunden, die sich nicht so anfühlen. Als würde man auf einem fremden Planeten landen auf dem die Zeit schneller verstreicht als auf der Erde.

War selten so begeistert von einem Film.

Schaut euch den Trailer an!

Hier könnt ihr Filmkritiken lesen!

Hintergrundinfos und mehr auf Wikipedia!




Sonntag, 30. November 2014

Crowdfunding bei StartNext: Schöne Dankeschöns für euch!

Crowdfunding ist ein Geben und Nehmen.
Ihr unterstützt mich und mein Projekt und bekommt dafür im Gegenzug (exklusive) Goodies, sogenannte "Dankeschöns".

Was kann das sein?
Was kann ich anbieten?
Was gefällt meinen Lesern?

Aktueller Stand: Wörter: 99.193 | Taschenbuch-Seiten: 284

Darüber habe ich mir in den letzten Wochen den Kopf zerbrochen. Denn nicht nur das "Was?" ist wichtig, sondern auch die Kosten, die es verursacht. Meine größte Angst: Mein Fundingziel zu erreichen, aber das ganze Geld für die Dankeschöns ausgegeben zu haben.

Puh, gar nicht leicht.

Wenn einem etwas schwer fällt, kann man sich immer noch helfen lassen. Ich habe dafür ein paar Autoren aus meinem Netzwerk angeschrieben, wie sie dieses Problem gelöst haben. Und ich denke, ich bin jetzt auf einem guten Weg, euch tolle Dinge anbieten zu können, dabei aber die Kosten nicht zu vernachlässigen.

Hier ein paar meiner Ideen: 

Buttons in verschiedenen Größen und Designs!

Postkarten mit tollen Motiven aus meiner Fantasywelt Nuun!

Eine Tasse mit einem tollen Design!

Ein Poster mit dem Cover meines Romans
(Hier seht ihr das Cover meines 2. Kurzgeschichtenbandes)


Das ist natürlich nicht alles! Es gibt noch andere Dankeschöns, die ich aber noch nicht verraten werde! Auch die gezeigten sind nur Ideen, das kann sich alles noch ändern! :)


Am Ende noch eine große Bekanntmachung:

Es wird auf jeden Fall eine feine "Limited Edition" meines Romans geben. Da habe ich mir gute Sachen überlegt, die Spaß machen und euch sicherlich gefallen werden. Mir jedenfalls macht es richtig viel Spaß, euch so etwas Tolles anbieten zu können! Das ist für mich nur über Crowdfunding zu realisieren! :)

Seid gespannt!


Welche dieser Dankeschöns wollt ihr haben?
Oder habt ihr bessere Ideen? :) 

Schreibt in die Kommentare oder eine Email an mich!




Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!






Sonntag, 23. November 2014

Wie kriegt man ein Romanprojekt in den Griff?

Schreiben ist nicht gleich schreiben.

Vor allem am Computer macht es einen großen Unterschied, ob man z.B. in Word oder im stinknormalen Notepad schreibt.
Bei einem Roman sollte man sich erst recht überlegen, mit welchem Programm man diese Aufgabe meistern möchte.

Aktueller Stand: Wörter: 96.380 | Taschenbuch-Seiten: 276

Ein Roman ist ein Mammutprojekt.
Das bleibt nicht bei einer Seite, auch nicht bei hundert.

Microsoft Word oder eine andere "Büro"-Textverarbeitungssoftware ist dafür nicht geeignet, denn ein Romanprojekt besteht nicht nur aus Textseiten, sondern auch aus Charakterisierungen, Planungen und vor allem aus Bildern! Wie soll man bei all den Texten und Dateien den Überblick behalten?

Meine Programmwahl, um mein aktuelles Romanprojekt umzusetzen:


Scrivener von Literature & Latte. 
Das Programm kostet 40 Dollar und ist für Mac und Windows erhältlich.

Mit Scrivener ist es mir z.B. möglich, eine Ordnerstruktur anzulegen. Damit kann ich Ordnung halten und den eigentlichen Text von meinem Recherchematerial trennen.

Ebenso kann ich pro Szene ein eigenes Dokument anlegen und in meiner Baumstruktur schnell zwischen den Texten hin und herspringen. Der Romantext ist nicht eine einzige große Textwüste sondern übersichtlich unterteilt in Kapitel und Szenen.

Folgende Ordnerstruktur pflege ich:



In diesen Ordnern können auch Bilder liegen, die ich importiert habe!



Scrivener hat auch eine Unterteilung in seinem Hauptbildschirm, die ich aktivieren kann. So ist es mir möglich, z.B. beim Schreiben einer Charakterisierung das Bild des Charakters einfach in der rechten Hälfte des Bildschirms anzuzeigen, während ich zeitgleich in der linken Hälfte das Aussehen beschreibe.

Praktisch, oder?



Ich habe Scrivener auch auf meinem Netbook installiert, das ich unterwegs benutze. Damit ich dort auch immer die aktuellste Version meines Schreibprojekts habe, speichere ich meine Scrivenerdatei immer in meinen Dropbox-Ordner ab, der sich automatisch synchronisiert.




Auf den Bildern seht ihr, wie das ungefähr aussieht, wenn ich an meinem Roman sitze und verschiedene Szenen schreibe oder den Text überarbeite. Ich bin sehr zufrieden mit dem Programm und kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Scrivener ein Schreibprojekt zu beginnen.

Alles Weitere über Scrivener findet ihr hier: www.literatureandlatte.com

Einen ausführlichen Artikel zu Scrivener könnt ihr hier lesen!

Viele Youtube-Tutorials zu Scrivener gibt es hier!

Weitere Schreibprogramme:
yWriter (gratis!)
Papyrus Autor


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 16. November 2014

Das Video für meine Crowdfunding-Kampagne

Video für die Crowdfunding-Kampagne?

Ja, richtig!
Sich selbst und sein Projekt in einem Video vorzustellen ist ein sehr wichtiger Faktor, wenn man sein Projekt über Crowdfunding finanzieren möchte.

Das sogenannte "Pitch-Video" muss in 2 bis 3 Minuten überzeugen.

Keine leichte Aufgabe!


Aktueller Stand: Wörter: 97.899 | Taschenbuch-Seiten: 280


Wichtig ist zuerst einmal, dass die Länge grob festgelegt ist, denn danach richtet sich dann auch der Inhalt, den ich in dieser Zeit zeigen möchte.

Start Next empfiehlt in seinem Handbuch eine Länge zwischen 2 und 3 Minuten.
Diese Dauer kenne ich als Richtmaß für Youtube-Videos: Sind diese zu lang, werden sie nicht zu Ende geguckt oder gar nicht erst gestartet.

Was ich mir bei dieser Kürze des Videos auch vornehme: Jede Sekunde wertvoll zu gestalten.

Kein Satz, den ich spreche und kein Bild, das ich zeige, soll überflüssig sein.

Legen wir also eine Länge von 3 Minuten für das Video fest: Damit lässt sich arbeiten und Entscheidungen beim Inhalt festlegen.

In der weiteren Konzeption habe ich diese drei Minuten vier Teile getrennt.







Erster Teil (ca. 10 - 15 Sekunden): Den Zuschauer festhalten

Die ersten 15 Sekunden müssen den Zuschauer packen, denn in dieser Zeit entscheidet sich ganz schnell, ob man das Video mag und es weiterschaut oder eben nicht.

Hier werde ich Aufnahmen zeigen, die ich letztes Jahr für den Buchtrailer gemacht habe. Damals gab es einen Drehtag in unserer Garage. Das Material braucht nur noch ein bisschen Nachbearbeitung.


Zweiter Teil (ca. 2 Minuten): Mich und meinen Roman vorstellen

Filming yourself: Ur doin it wrong!
Der Kern des Videos und meiner Kampagne.

Ich gehe von den ersten 15 Sekunden fließend dazu über, mein Werk vorzustellen. Worum geht es? Wer ist der Hauptcharakter? In welcher Welt spielt meine Geschichte? All das.

In diesem Part muss ich nicht nur meine Idee, sondern auch mich selbst verkaufen, denn man wird sich auch die Frage stellen: Bin ich jemand, den man unterstützen sollte?

Für diesen Teil schreibe ich mir ein kleines Drehbuch.


Dritter Teil (ca. 30 Sekunden): Andere sprechen lassen

Spätestens nachdem die 3. Videorezension zu meinem Buch "Alle Kurzgeschichten aus Nuun" erschienen ist, stand für mich fest: In meinem Pitch-Video werde ich Ausschnitte aus diesen Rezensionen zeigen.

Was ist überzeugender als Dritte, die positiv über mein Buch und mein Schreiben erzählen?
Das sieht man ja auch täglich in der Werbewelt.

Ich habe beschlossen, diesen Rezensions-Ausschnitten 30 Sekunden Zeit einzuräumen.

Dafür musste ich alle drei Videos (jeweils ca. 10 Min.) auf die passendsten Stellen zurechtschneiden und diese dann auch noch mal aussortieren. Das war recht schwer, weil die drei Damen so viele positive Sachen gesagt haben! :)



Vierter Teil (ca. 10 Sekunden): Abschluss mit einem Call to Action

Mit einem klaren Aufruf, mich bei meinem Projekt zu unterstützen beende ich den Trailer.


Ende.

So ist der Plan.
Mit der Umsetzung habe ich schon mehr oder weniger angefangen, aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor mir.


Weitere Links zu diesem Blogpost:

Start Next: www.startnext.de
Das Start Next Handbuch: https://www.startnext.de/hilfe/handbuch.html
Videorezensionen zu meinem Buch gibt es auf Youtube


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!





Sonntag, 9. November 2014

Ein Tag in meinem Autorenleben - November 2014

Die meisten sollten es mittlerweile wissen: Ich schreibe einen Roman. 

Das klingt erstmal super, aber wenn man tiefer geht, kommen Fragen auf:

  • Wann schreibe ich denn? 
  • Wie baue ich diese Schreibzeit in meinen Alltag und mein Leben ein? 
  • Wie lebt man, wenn man einen Roman schreibt?


In diesem Blogpost zeige ich euch meinen Tagesablauf, in dem mein Roman immer weiter wächst.


Aktueller Stand: Wörter: 97.558 | Taschenbuch-Seiten: 279


4:50 Uhr:

Mit "Breathe" von Fabolous weckt mich mein altes Nokia 6600 aus dem Schlaf.
Ich liebe diesen Song! :)


5:00 Uhr:

Nach 10 Minuten schäle und quäle ich mich aus dem Bett. Wenn erstmal einer meiner Füße auf festem Boden steht habe ich den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund gewonnen.

Yeah!


1 ausgefülltes Kästchen = 1 Schreibstunde
5:20 Uhr:

Anziehen und Zähneputzen sind erledigt.
Mit meinem ersten Earl Grey des Tages sitze ich am Computer und öffne Scrivener, das Schreibprogramm meiner Wahl. Die Arbeit an meinem Roman beginnt.

Um diese Uhrzeit ist es einfach wunderbar in meine Fantasywelt Nuun zu springen und meine Helden ihre Reise antreten zu lassen.
Mein Kopf ist noch leer, alles um mich herum leise. 
Beste Voraussetzungen.


6:20 Uhr:

Halbzeit.
Der zweite Earl Grey des Tages muss her. Das ist gleichzeitig auch immer ein kleiner Kampf mit ser Konzentration. Ich muss nach der Mini-Pause wieder reinkommen. Oft unterbreche ich meine Denkprozesse deswegen gar nicht, sondern grübele weiter über meinen Text während ich das Wasser aufsetze.


7:20 Uhr:

Fertig. 
Zwei Stunden in meinen Roman gesteckt.
Glücklich und müde fahre ich den PC runter. Dann mache ich mein Essen fertig, das ich mit auf die Arbeit nehme und esse ein kleines Frühstück.

Jetzt kann kommen was will:
Ich habe mein Tagesziel von 2 Schreibstunden bereits erledigt. Das schafft auch Selbstbewusstsein für den Rest des Tages!


8:00 Uhr:

Mit dem Bus fahre ich zu meinem Arbeitsplatz.
Ich bin Mediengestalter in Saarbrücken :).


Foto: Mark Lissmann
9:00 Uhr:

Ich komme an und mache mir als erstes meinen dritten Earl Grey des Tages, begrüße Arbeitskollegen und checke Emails.

Einige tolle Mitarbeiter haben, wie ich, neben ihrem dortigen Job auch noch private Projekte laufen. Mark Lissmann z.B. fotografiert und hat mir dieses und andere tolle Autorenfotos gemacht!

Das kleine kreative Netzwerk auf der Arbeit schätze ich sehr.


17:00 Uhr:

Feierabend. Mit dem Bus geht es nach Hause.


17:40 Uhr:

Zuhause angekommen setze ich mich an meinen PC und mache, was gerade anfällt: Grafiken / Vorbereitungen für mein Social Media Marketing usw.

Aktuell plane ich z.B. meine Startnext-Kampagne!




19:30 Uhr:

Abendessen mit meinen Eltern.


19:45 Uhr:

Entweder spiele ich noch eine Runde Fifa auf der Xbox, gucke eine Folge Game of Thrones oder lese ein Buch oder Zeitschriften.
Je nach Zeit und Stimmung.


21:30 Uhr:

Allerspätestens jetzt mache ich das Licht aus, um zu schlafen. Um 5 Uhr soll meine Arbeit am Romantext weitergehen.

Ja, so sieht er aus, mein harter Alltag! In diesem Rhythmus entsteht mein Roman, den ihr hoffentlich bald schon lesen werdet! :)



Aktuell..............................


... Auf meinem Mp3-Player:

Bizzy Montana - M.A.D.U. 4.

Ansonsten viele andere Sprechgesangsartisten wie z.B. Genetikk, Bushido, Kool Savas, Eko Fresh, Baba Saad, K.I.Z., aber auch ein bisschen Billy Talent und Linkin Park.


... lese ich:

Viel zu viel auf einmal.
Ich liste nur die Lektüren auf, die ich in den letzten Tagen aktiv gelesen habe:

- Band 1 von "Mara und der Feuerbringer" von Tommy Krappweis [Link]
- Federwelt - Zeitschrift für Autorinnen und Autoren [Link]
- Aktuelle Ausgabe der Neon [Link]
- Der Spiegel "Job" [Link]
- Offscreen-Magazin [Link]


...gucke ich:

Die 2. Staffel von Game of Thrones!


... benutze ich diese Apps:

- Pocket, eine App zum Speichern von Artikeln, um sie später zu lesen [Link].
- Inkpad - Eine simple Schreibapp, um auch unterwegs an Geschichten und Ideen zu feilen [Link].
- Expense Manager - Um meine Finanzen im Auge zu behalten, trage ich hier meine Ausgaben ein [Link].


... besuche ich immer wieder diese tollen Websites:

www.zenpencils.com
Großartige, inspirierende und motivierende Comics!

www.lifehack.com
Sehr gute Artikel zum Thema Selbstmanagement, Zeitmanagement usw.

www.t3n.de
Gute Artikel über das digitale Leben, z.B. über neue Apps, Marketing-Ideen usw.



Fragen?
Schreibt in die Kommentare! :)



Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 2. November 2014

Fragen, die ich meinen Testlesern stelle

Ende April diesen Jahres ging mein Roman an drei liebe Testleserinnen, die mir großartiges Feedback gaben.

Folgende Dinge wurden mir durch diese Testlesephase bewusst:

- Meine Geschichte ist gut. Besser sogar, als ich gedacht habe. Selbstzweifel: Fuck you!
- Ich habe noch jede Menge Arbeit vor mir, denn ich muss viele Szenen überarbeiten
- Mein Plot entwickelt sich glaubhaft von Anfang bis Ende
- Jede meiner Szenen hat eine Daseinsberechtigung, die Geschichte zieht sich nicht unnötig in die Länge

... und noch vieles mehr!




Die kleine Zündy findet die
überraschende Wendung

im 3. Akt zu vorhersehbar.
Wie aber komme ich zu diesem guten Feedback? Zum einen ist es wichtig, die richtigen Leute testlesen zu lassen, zum Anderen kommt drauf an, ob man einfach sagt "Mach mal und schreib mir, wie du den Text fandest" oder einen detaillierten Fragebogen ausgearbeitet hat.

Ich bevorzuge solch einen Fragebogen!

Ich bin der Autor. Ich will wissen, wie dem Leser das Ende der Geschichte gefällt, das ich schon dreimal umgeschrieben habe. Ich will wissen, ob sich Charakter XY in der Szene Z glaubhaft verhält, oder seine Handlung nicht nachvollziehbar ist. Mein Text wirft mir selbst schon so viele Fragen auf, das ich gar nicht drumherum komme, einen Fragebogen zu erstellen, in dem ich genau diese Fragen einfach weitergebe.

Hier möchte ich euch nun einmal zeigen, wie mein Fragebogen ausgesehen hat. Was kommt auf mich zu, wenn ich einen Roman testlesen möchte? Was kann ich als Autor meine Testleser fragen?



Hier meine Fragen:


- Welche 5 Bücher hast du als letztes gelesen, welchem Genre gehörten diese an?

Das lässt darauf schließen, welchen Lesegeschmack mein Testleser hat, und welche Geschichten ihn vor meiner beeinflusst haben. Wenn hier nur Fantasy-Titel stehen, hat sein Feedback zu meinem Fantasybuch eine andere Aussagekraft, als wenn hier z.B. nur Chick-Lit-Titel stehen würden.

- Auf einer Skala von 1 bis 5: Wie gut fandest du mein Buch?

Damit frage ich einfach grob ab, wie mein Text empfunden wurde. Ins Detail gehe ich danach erst.

- Wie gerne würdest du eine Fortsetzung der Geschichte lesen wollen auf einer Skala von 1 bis 5?
- War es flüssig lesbar?
- Erinnert dich das Buch an andere Bücher oder AutorInnen? Wenn ja, an welche?

Diese Frage ist für mich interessant, um mögliche Konkurrenz zu meinem Text zu erkennen.

- Allgemein: Was würdest du ändern?
- Allgemein: Was findest du schlecht / was gefällt dir gar nicht?
- Was hat dich zum Lachen gebracht?
- Was hat dich traurig gestimmt?

Hier will ich wissen, wo ich welche Emotionen geweckt habe mit meinen Worten.

- Was ist die größte Stärke des Romans?
- Was ist die größte Schwäche des Romans?
- Was ist deiner Meinung nach das Alleinstellungsmerkmal meines Romans?

Was sagt ein Vielleser zu meinem Text? Was hat er in meinem Text gefunden, was er vorher noch nie gelesen hat?

- Welchen Titel/Namen würdest du dem Roman geben?

Ist meine Namensidee vielleicht unpassend? Vielleicht gibt es ja bessere Ideen, also wieso nicht fragen?

- War der Ablauf der Ereignisse glaubhaft / logisch? Wenn nein, an welcher Stelle?
- Gab es Löcher im Plot? Wenn ja, wo?
- Welche Szene(n) kann man deiner Ansicht nach streichen?

Hier braucht jeder Autor Hilfe: Welche Szenen sind überflüssig?

- An welche Szene erinnerst du dich sofort wieder, wenn du an mein Buch denkst?

Hier frage ich indirekt, welcher Moment in meinem Buch am einprägsamsten war.

- Was war deine Lieblingsszene?
- Welche Szene fandest du am langweiligsten?
- Welche Stelle/Szene sollte ich kürzen?
- Welche Stelle/Szene sollte ich weiter ausführen?
- Nach welchen Kapiteln hast du eine Lesepause eingelegt? Aus welchem Grund?

An den Stellen die hier genannt werden, sollte ich ein Cliffhanger einbauen, da die Szene scheinbar endet, ohne zum Weiterlesen zu animieren.

- Musstest du dich an irgendwelchen Stellen überwinden, weiterzulesen?
- Gibt es Fragen, die der Roman am Ende nicht beantwortet?

Passiert sowas, ist das unbefriedigend.

- Hat der Anfang dich in die Geschichte gezogen und dich neugierig gemacht? Wenn ja, warum?
- Gab es Stellen die du zweimal lesen musstest? Wenn ja, welche?
- An welchen Stellen war dir die Geschichte zu zäh?
- An welchen Stellen ging dir die Geschichte zu schnell voran?
- Gab es Stellen an denen dir eine Information gefehlt hat?
- Gab es Stellen an denen dir die Informationsdichte zu hoch war?

- Wie fandest du den Schluss? Befriedigend, vorhersehbar, langweilig, zu offen?
- Hast du vorausgesehen, dass der Roman so endet?
- War das Ende glaubhaft?

- Gibt es Dinge, die du, obwohl es fiktional ist, als unglaubwürdig empfandest?
- Was glaubst du ist die Botschaft der Geschichte?
- Wie könnte die Prämisse der Geschichte lauten?

- Beschreibe meinen Hauptcharakter!
- Was sind seine / ihre Ziele?
- Konntest du dich mit ihm / ihr identifizieren?
- War dir der Protagonisti sympathisch?
- Beschreibe meinen Antagonisten
- Was sind die Ziele meines Antagonisten?
- Handeln alle Figuren logisch? Ist ihre Motivation, also der Grund ihres Handelns, immer verständlich?

Sowas ist immer nervig und stört: Figuren die nur so handeln, wie sie handeln, damit der Plot in diese Richtung weitergehen kann.

- Wenn du einen Charakter aus dem Buch entfernen könntest, wer würde das sein? Warum kommt er raus?

Welcher Charakter blieb blass und kann gestrichen werden?

- Welchen Charakter konntest du am wenigsten leiden?

Im Idealfall ist das der Antagonist! :)

- Welchen Charakter konntest du am besten leiden?

Im Idealfall ist das der Protagonist! :)

- Gab es Verwechslungen von Namen? Wenn ja, welche?
- Sind die Dialoge glaubhaft?

- Gab es Verwechslungen von Namen / Orten, etc.? Wenn ja, welche?
- Welcher Ort hat dir am besten gefallen?
- Welcher Ort hat dir am wenigsten gefallen?
- Konntest du dir die Schauplätze gut vorstellen?

- Gibt es Wörter / sprachliche Bilder / Sätze, etc., die ich zu oft benutze? Wenn ja, welche?

Wiederholungen will ich gerne vermeiden, daher diese Frage.

- Wenn du mir sonst noch etwas mitteilen möchtest, hast du jetzt die Möglichkeit dazu.

Hier fordere ich explizit dazu auf, Dinge, die nicht gefragt wurden, noch einmal zu beschreiben. Am Ende ist es auch okay, wenn der Testleser Fragen einfach auslässt, weil er sie nicht beantworten kann. Das ist auch kein Problem, denn vielleicht hat ihn eine Szene nicht traurig gestimmt und er musste vielleicht auch kein einziges Mal lachen, weil ich seinen Humor nicht getroffen habe. Das ist subjektives Empfinden.


Am Ende noch ein paar Ratschläge:
  • Gebt euren Testlesern genug Zeit! 
  • Bietet euren Text im Lieblingsformat eures Testlesers an: Ausgedruckt, Kindle, epub, etc.
  • Beantwortet Rückfragen schnellstmöglich!
  • Gebt euren Testlesern eine Deadline. Fragt innerhalb dieser Deadline niemals nach, wie weit sie schon sind!
  • Verlange keine Ergebnisse vor dieser Deadline!
  • Bedanke dich bei deinen Testlesern und biete im Gegenzug deine Dienste als Testleser an. Daraus kannst du viel lernen!


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 26. Oktober 2014

Crowdfunding für meinen Roman

Schon vor vielen Wochen und Monaten habe ich den Entschluss gefasst: Ich werde meinen Roman mittels Crowdfunding finanzieren. Die Voraussetzungen dafür sind einfach zu gut, um es nicht zu probieren!


Aktueller Stand: Wörter: 96.073 | Taschenbuch-Seiten: 275



Was ist Crowdfunding?

Die deutsche Übersetzung "Schwarmfinanzierung" lässt es schon erahnen: Ganz viele Menschen (im besten Falle), unterstützen eine Person und deren Projekt, um die Umsetzung zu gewährleisten.


Im Gegenzug gibt es sogenannte "Dankeschöns":


Das kann alles sein: Vom Poster über Postkarten oder Lesezeichen bis hin zu der supergeilen Collectors-Edition mit handsignierter Buchausgabe.


Die wohl bekannteste Plattform ist Kickstarter, über die schon viele tolle Projekte finanziert wurden. Das "deutsche Kickstarter" lautet "Start Next".



Warum will ich Crowdfunding benutzen?

Ganz einfache Antwort: Ich möchte mich finanziell nicht überheben. Und zusätzlich kann ich euch ganz viele tolle Sachen anbieten, was ich sonst, wegen dem leidigen Thema "Geld" nicht könnte! :)

Da ich Qualität abliefern will, sind ein Korrektorat und Lektorat ebenso nötig wie ein professionell gestaltetes Buchcover!

Das kostet Geld.

Und ich gehe davon aus, dass diejenigen, die mein Buch lesen wollen, gerne dazu bereit sind, mich zu unterstützen. Ich habe in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass ich schreiben kann und meine ersten Testleser des Romans fanden die Geschichte richtig gut. Nach einer weiteren Überarbeitung meinerseits kann nur noch ein Profi den Text verbessern.


Was mich auch zuversichtlich stimmt: Ich hab echt viel in Petto!

  • Drei Booktuberinnen, die mein letztes Werk sehr positiv bewertet haben
  • Viel gutes Videomaterial für meinen "Vorstellungstrailer"
  • Sehr positive Bewertungen auf Amazon
  • Gute Grafiken aus alten Projekttagen, die ich in tolle Printprodukte umwandeln kann
  • Vier bereits veröffentlichte Bücher, die ich als "Dankeschöns" anbieten kann
  • Viele liebe Menschen, die mich unterstützen werden


Es gibt Start Next - Projekte, die diesen ganzen Background nicht hatten, und trotzdem zu ihrem Startkapital gekommen sind. Dennoch will ich nicht zu optimistisch sein, und sage mir immer wieder:


"Meine Crowdfunding-Kampagne muss wie mein Roman sein: Gut durchdacht, gut geplant, mit 100% Einsatz und viel Geduld!"


Das sind meine Zutaten für einen guten Roman und eine gute Kampagne. Ohne all das wird es nicht funktionieren!



Was ist wichtig für einen guten Auftritt bei Start Next?

Das ist ein subjektives Empfinden, aber Folgendes habe ich bei allen bisher erfolgreichen Projekten entdecken können:
  • Ein gutes, aber auch kurzes Video, in dem ich mich und mein Projekt möglichst gut präsentiere. Alles über 3 Minuten ist zu lang.
  • Alles was man bieten kann in die Wagschale werfen, um die Leute von einem zu überzeugen. Erst wenn du brennst, kannst du andere anstecken!
  • Die "Dankeschöns" müssen eine gute Qualität haben, preislich in einem vertretbaren Rahmen bleiben und bei der Herstellung in den Zeitrahmen passen.
  • Unterstützung! Von Freunden und dem Netzwerk. Nur dadurch kommt die Kampagne in Schwung, die Leute stoßen darauf und spenden vielleicht für dein Projekt!


Wer kann mich unterstützen?

Das will auch überlegt sein. Welche Supporter kann ich aktivieren, um meine Kampagne bekannt zu machen? Spontan fallen mir folgende ein:

  • Freunde / Arbeitskollegen (Flyer geben, Link schicken, aber nie aufdringlich sein dabei!)
  • Presse / TV (Pressemitteilung schreiben, Lokalsender, -presse anschreiben)
  • Buchhandlungen (Flyer, Postkarten, etc. auslegen lassen)
  • Booktuber (Anchreiben und fragen, ob sie über meine Kampagne berichten wollen)


Die Dankeschöns

Je nachdem wie viel einer von euch spenden möchte, bekommt er etwas dafür zurück. Das kann vom Sticker-Set bis zur XXL-Limited Edition des Buches alles sein. Je höher die Spende, desto größer das Dankeschön-Geschenk, logisch. Meine Arbeit dabei ist, dass ich die Kosten dieser Dankeschöns inkl. dem Versand an euch im Vorfeld kalkulieren muss. Neben den Kosten für die Dankeschöns muss ich ja auch meine Kosten für die Buchherstellung (weshalb ich das ja alles mache) decken können! Das macht ja keinen Sinn, wenn ich am Ende mit Null Euro raus komme und mein Roman nicht finanziert ist :). Klingt lustig, wäre aber mehr als peinlich! Also: Vorbereitung ist alles! Und Mathe! (Oh Gott!).




Meine To Do Liste für die nächsten Wochen:

  • Preise für Korrektorat, Lektorat, Buchsatz und Cover einholen
  • Video drehen, bearbeiten, schneiden
  • Dankeschöns ausdenken, die ich anbieten will und errechnen, was mich diese kosten
  • Werbung planen (Flyer? Lesezeichen? Facebook-Werbung?)
  • Pressemitteilung schreiben

Und das alles neben dem Schreiben meines Romans, dieser wöchentlichen Blogposts und dem monatlichen Newsletter.

Niemand hat behauptet, dass es einfach wird! o_____0

Wer wissen will, wann es losgeht mit meiner Kampagne, was ich im Hintergrund so alles vorbereite, und sowieso überhaupt nix verpassen will, abonniert jetzt meinen Newsletter.


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!





Freitag, 24. Oktober 2014

Videorezension zu "Alle Kurzgeschichten aus Nuun"

Booktuberin Christiane hat eine ganz tolle und auch kritische Videorezension zu meinem Buch geschrieben!






Mein Buch "Alle Kurzgeschichten aus Nuun" gibt es auf Amazon!






Sonntag, 19. Oktober 2014

Meine erste Lesung - Nervosität besiegt und viele Bücher verkauft!

Ich konnte vorbereiten, was ich erzähle. Ich konnte vorbereiten, was ich vorlese. Aber ich konnte mich nicht darauf vorbereiten, wie es sein wird, das alles unter meiner Nervosität vorzutragen.

Aktueller Stand: Wörter: 94.335 | Taschenbuch-Seiten: 270

Gestern Abend war es soweit.
Meine erste Lesung.
Mein erstes Mal.

"Vorleseentjungferung" quasi.
"Still im Kämmerlein sitzen und schreiben" wurde zu "Rausgehen, vor Leuten sitzen und meine kranken Gedanken vorlesen".

Puh!

Ich stand zwar schon zweimal auf der Bühne in einer Hauptrolle und hatte insgesamt 400 Leute vor mir im Publikum, aber es ist doch noch mal was anderes, wenn man alleine da sitzt und von sich erzählen soll.

Als Autor bin ich ja normalerweise geplagt von Selbstzweifeln was meine Texte angehen, aber in dieser Hinsicht war ich total gechillt. Immerhin haben schon drei tolle Booktuberinnen meine Stories für "sehr gut" befunden.
Das war weniger mein Problem.

Das Problem war meine Vergangenheit.

Ihr kennt das bestimmt auch aus eurer Schulzeit:

"Benjamin, lies doch bitte mal den ersten Abschnitt vor!", sagte die Lehrerin und schon saß ich da. Hochnervös, Herzschlag bis zum Hals, aus dem eigentlich die Stimme kommen sollte.

Kam sie auch, aber tröpfchensweise.

Meine Atmung blockierte mich, denn leider fand mein Körper Atmen generell schon immer sehr wichtig, daher wurde aus meiner Stimme dann stets eine Art Rumgestammel mit langen Pausen nach jedem dritten Wort.

Grausam!

Diese Erinnerungen machten mich nervös. Werde ich es schaffen, gut und flüssig vorzulesen?

Und auf einmal ist die Hütte voll

Erstmal ein "Publikums-Selfie" :)
Das grenzte schon an feindlicher Übernahme. Mein geiler Freundeskreis war fast vollzählig anwesend, alle Tische des Veranstaltungsortes waren gefüllt.

Insgesamt waren ca. 30 Leute da, auch drei ältere Damen, die ich nicht kannte.

Über die Freunde freut man sich, über Leute, die man nicht kennt, aber mindestens genau so! :)

Nun gut, jetzt sollte man meinen, meine Nervosität hätte sich gelegt.
Ha! Weit gefehlt!


Auch wenn das Publikum fast nur aus Personen bestand, die ich kannte, waren es eben... Personen die ich kannte! :) Auch da will man sich nicht blamieren und will eine gute Show abliefern, oder?

Autor Marco Reuther, der neben mir sein Buch an diesem Abend vorstellte, hatte eine kleine Leinwand und einen Beamer dabei. Freundlicherweise bot er mir im Vorfeld per Email an, dass ich ihm ein Bild schicken könne, das während meiner Lesung dann gezeigt wird. Coole Sache, also habe ich ihm gleich ein Bild meiner Fantasywelt Nuun zukommen lassen.


Das sah auch super aus und die Lesung konnte um Punkt 19 Uhr beginnen!

Teil 1: Meine Welt, meine Charaktere und Ich

Im ersten Part meiner Lesung habe ich davon erzählt, wie ich dazu gekommen bin, Geschichten zu schreiben, seit wann meine Fantasywelt Nuun existiert und wie diese funktioniert.

Das Sprechen vor dem Publikum fiel mir am Anfang etwas schwer, aber mit der Zeit legte sich das.

Dann ging ich auch schon dazu über, meine erste Geschichte vor zu lesen. Ich wählte "Die Begegnung" aus meinem ersten Kurzgeschichtenband.

Nach den ersten drei Sätzen merkte ich: Das klappt ganz gut!

Meine Atmung war nicht zu schnell, mein Herz klopfte nicht zu stark, meine Stimme hatte genug Platz im Hals, um laut und klar durch meinen Mund in die Ohren des Publikums zu gelangen.

Nach der Lesung habe ich noch ein paar Hintergrundinformationen zu der Geschichte verraten und dann gab ich ab an meinen Autorenkollegen Marco Reuther, der aus seinem Buch "Der Lemmes" vorlas.


Teil 2: Fünf Uhr morgens, Blähungen auf der Tavernen-Toilette und $$$

Wie beim ersten Teil habe ich erst mal wieder ein bisschen von mir erzählt.

Ich berichtete dem Publikum, dass ich am liebsten Werktags schon um 5 Uhr morgens aufstehe, um zu schreiben. Dann habe ich einfach das Wichtigste schon getan für diesen Tag und habe den Kopf noch frei.

Vorgelesen habe ich den Anfang der Geschichte "Die Gruft".
Die Geschichte, die bisher von meinen Kritikern sehr viel Lob erfahren hatte.

Wer die Geschichte kennt, weiß, dass Dieb Samuel in einer Taverne auf der Toilette sitzt und einen Darmwind unterdrücken muss, weil er sich sonst verraten würde, denn zwei Männer handeln vor seiner Kabine gerade einen Raubzug aus.

Diese Szene sorgte im Publikum für viel Gelächter, was mich sehr gefreut hat!

Ein bisschen Humor ist immer gut, auch in meiner gemeinen, blutigen Welt Nuun.

Beendet habe ich die Geschichte mit einem Cliffhanger, denn ich will ja auch was verkaufen:
"Wer das Ende der Geschichte lesen möchte, kann dieses Buch direkt bei mir für nur 12 Euro kaufen!".

Das war dann mein Business-Move für den Abend.

Daneben habe ich auch noch meine Leckerbissen angeboten, sowie gratis Postkarten und Lesezeichen.

SOLD OUT!

Einer der wenigen Momente in
meinem Leben, wo mir Mathe
Spaß macht!
Nach der Lesung kam einer meiner Kumpel zu mir an den Tisch mit Geld in der Hand. "Juhuu, ich verkaufe ein Buch!", dachte ich und gab ihm auch noch ein Autogramm in mein Werk. Dann kam der zweite, dann eine gute Freundin und es ging irgendwie immer so weiter...

Und dann standen auch zwei der mir fremden Damen vor mir, die etwas weiter hinten gesessen hatten.

Diese sagten mir, dass ihnen meine Lesung sehr gefallen hätte und sie gerne ein Buch kaufen würden für sich und ihre Söhne. Oh Mann, da war ich dann wirklich baff! :)

Ich habe nicht damit gerechnet, viel zu verkaufen. Aber ich habe auch nicht damit gerechnet, nichts zu verkaufen.

Das ich am Ende ALLE "Alle Kurzgeschichten aus Nuun"-Exemplare los werden würde, hätte ich nie vermutet! :) Einer meiner Kumpel kaufte mir dann noch ein Leckerbissen ab, weil ihm das Cover so gut gefällt, sagte er.

Danach bin ich mit meinen Freunden, die mir nach der Lesung viel Lob zugesprochen hatten, noch in eine tolle Pizzeria, um erstmal was zu essen. Gesättigt ging es weiter in eine Cocktailbar, wo ich mir einen wohlverdienten Mojito gegönnt habe.

Der Abend war grandios! Wo soll meine nächste Lesung stattfinden? :)


v.l.n.r.: Ulrich Burger, Marco Reuther und neben ihm meine Wenigkeit


Verknüpfungen zu Themen in diesem Beitrag:

Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!


Selbstbild nach dem Verkauf
meiner Bücher


Sonntag, 12. Oktober 2014

Wie bereite ich mich auf meine erste Lesung vor?

Meine erste Lesung steht mir bevor. Sie winkt mir vom Horizont aus zu, lacht mich aus und reibt sich genüsslich die Hände. Alleine bei dem Gedanken nässe ich mich ein und mein Herz schlägt mir bis zum Hals... Aber Vorbereitung ist die halbe Miete und davon möchte ich euch hier berichten.

Aktueller Stand: Wörter: 93.206 | Taschenbuch-Seiten: 267

Vorbereitung im Kopf

"Oh Mann, ich will das nicht!"

Das mag für Besucher meiner Lesung jetzt vielleicht etwas seltsam klingen, daher lasst es mich etwas entwirren: Ich habe definitiv Lust, Menschen meine Geschichten vorzustellen und sie neugierig darauf zu machen. Auch freut es mich, Leute zu unterhalten. Ebenso habe ich Lust drauf, an diesem Abend viele Freunde um mich zu haben und ihnen zu zeigen, was ich in meinem kranken Kopf so zusammenschustere. Das alles ist cool! Yeah, Baby!

"Was nicht cool ist: Ich muss vorlesen. Vor fremden Menschen und sogar meinen Freunden! Fuck."

Das konnte ich noch nie. In der Schule habe ich es gehasst. Nein, noch nicht mal das Vorlesen vor der Klasse, das war ja der absolute Super-Gau. Selbst von meinem Platz aus hatte ich Probleme damit und war super nervös. Meine Atmung verschluckte meine Wörter, mein Herzschlag tötet meine Stimme.

Warum also tue ich mir das an? Bevor ich jetzt eine Rede schwinge über Angst, Überwindung und sich weiterentwickeln, fasse ich mich einfach kurz: Es muss sein. Ihr wisst warum.

Jedes Mal, wenn ihr Angst habt, es aber trotzdem macht, wisst ihr auch, warum ihr es tut: Angst soll nicht unser Leben einschränken. Manchmal ist der Kampf schwer, ab und zu verlieren wir ihn, aber aufgeben zu kämpfen dürfen wir nicht. Gut, jetzt hattet ihr sie doch, meine Rede über die Angst. Sorry, Autoren-Krankheit.

Okay, jetzt wisst ihr also, das ich an diesem Abend sterben werde. Falls ich vor meiner Lesung also vielleicht nicht ganz so der nette, entspannte Zeitgenosse bin, wisst ihr warum. Seid mir nicht böse, nach meiner Lesung können wir uns dann gerne bei 5-8 Bier unterhalten und dann kann ich auch wieder lachen!

Kommen wir zum seriösen Teil dieses Beitrages! Dafür setze ich auch meine Brille auf die Nasenspitze, nur für euch!

Vorbereitung des Handwerks

Was soll an diesem Abend eigentlich passieren?
Wie lange lese ich vor?

Das sind alles Fragen, die ich im Vorfeld mit dem Veranstalter (UB-Verlag) geklärt habe. Neben mir wird noch Autor Marco Reuther ein Buch vorstellen. Beide haben wir 30 Minuten, jeweils geteilt in 2 x 15 Minuten.
Nur Vorlesen sei auch nicht gut, habe ich gesagt bekommen. Die Leute wollen auch etwas über den Autoren und seine Sicht auf das Schreiben erfahren. Aha. Oh Mann. Fällt mir aber definitiv leichter, als vor zu lesen, immerhin! :)

Gut, also habe ich diesen Plan hier geschmiedet:

Erste 15 Minuten:
- Mich vorstellen
- Meine Welt / Charaktere grob vorstellen / Roman erwähnen
- Vorlesen

Zweite 15 Minuten:
- Wann ich schreibe / Wie ich schreibe (Struktur, Vorlieben usw.)
- Geschichte vorlesen
- Auf den Kauf meiner Bücher (Leckerbissen / Alle Kurzgeschichten aus Nuun) und meine kostenlosen Postkarten und Lesezeichen aufmerksam machen

Klingt schon ganz passabel, oder?

Ich habe mich dann einfach mal hingesetzt und habe mich mit meinem Smartphone aufgenommen und die Lesung so gehalten, wie ich sie mir vorstelle. Schnell wurde mir klar, das ich meine Erklärungen kürzen muss und darauf achten muss, welche Geschichten ich vorlese.

Mit einer Online-Stoppuhr konnte ich schnell feststellen, wie lange es dauert bestimmte Kurzgeschichten vorzulesen.

Mir war auch wichtig, die Location vorher zu besuchen. Das konnte ich passenderweise mit der Lesung meiner lieben Autorenkollegin Sabine Osman verknüpfen, die mich überhaupt erst dazu angestupst hat, da mitzumachen!

Ich konnte also sehen, wie groß der Raum ist, wie viele Leute dort reinpassen und so weiter. Das nimmt mir ein bisschen die Nervosität, denn ich komme dort am 18. Oktober nicht in ein komplett neues Umfeld.

Natürlich habe ich mich auch ausgerüstet für den großen Tag:


Hier seht ihr, wer während meiner Lesung
die Buchhaltung übernehmen wird.


Hier die Bücher, die ich an dem Abend
verkaufen möchte.
ALLE!
Gebt mir eure Asche und ihr bekommt
dafür jede Menge kranke Gedanken von mir! :)


Postkarten und Lesezeichen gibt
es an dem Abend gratis!

Bleibt mir am Ende nur zu sagen: Ich freue mich auf alle Besucher. Und ich hoffe, dass ich trotz meiner Aufregung ein bisschen unterhalten kann! :) Weitere Informationen zu meiner Lesung inkl. Karte zur Location!

Weitere Logbücher über meine Arbeit am Roman und dem dem
Dasein als Autor findet ihr hier.

Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!