Sonntag, 29. Juni 2014

Ich schreibe einen Roman - Logbucheintrag #3

Gab für seine Rollen immer
das letzte Hemd: Roger Moore.
(Bild von Christophe Marcheaux)
Casting mit meinen Charakteren.

Es gibt Nächte, da kann man einfach nicht schlafen. Anfang Juni war so eine Nacht. Es war derart heiß und in meinem Kopf schwirrte so viel herum, dass ich kein Auge zumachen konnte. Kennt ihr das, wenn ihr noch so viel Energie in euch habt, dass das Einschlafen gar nicht möglich ist? Das ist sehr ärgerlich, zumal ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr aufstehen wollte, um noch vor der Arbeit zwei Stunden schreiben zu können. Wie soll das machbar sein, wenn man um 23 Uhr noch hellwach ist? Kurzerhand entschied ich mich für den Hardcore-Modus: Raus aus dem Bett, Wasserkocher an, Earl Grey in die Tasse und Computer angemacht. "Dann schreibe ich eben jetzt!" sagte ich mir!

Eine Nacht mit Roger Moore

Gearbeitet habe ich in der Nacht an der Charakterisierung des Vaters meiner Protagonistin. Für das Aussehen habe ich den jungen Roger Moore als Vorbild genommen! :) Bekannte Schauspieler auf die einzelnen Rollen meiner Schreibprojekte zu verteilen kommt bei mir nicht selten vor. Das macht es mir einfacher, wenn ich das Aussehen beschreiben muss oder mir einzelne Handlungen und Szenen mit den Figuren vorstellen will. Die Schauspieler hat man schon so oft gesehen, das automatisch ein viel besseres Bild im Kopf entsteht. Ach ja, Renée Zellweger und Winona Ryder sind auch mit von der Partie. Für welche Rolle verrate ich euch ein andermal!
Um 1 Uhr habe ich mein Ziel von zwei Schreibstunden dann erreicht. In dieser Zeit mussten übrigens auch drei Stechmücken sterben. Bei der Hitze musste ich das Fenster offen haben, konnte aber auf das Deckenlicht nicht verzichten. Moskitonetze sind inzwischen schon gekauft, Blut gesaugt wird zukünftig nur noch in meinem Roman!

Gut, das war's für diese Woche. Ich muss mir meine rechte Hand erst mal wieder flicken, damit ich weiterschreiben kann.

Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 22. Juni 2014

Mein erster Roman - Logbucheintrag #2

Feedback süß-sauer!
(Toll, jetzt hab ich Hunger)
Die ersten Meinungen zu meinem Roman!

Letzte Woche erhielt ich endlich das von mir heiß erwartete Feedback meiner Testleser. Diese haben Ende April mein vorläufig finales Roman-Manuskript erhalten mitsamt einem Fragebogen, mit dem ich gezielt nach bestimmten Dingen gefragt habe. Wie ist das Ende? Ist meine Protagonistin sympathisch? Ist das Buch spannend? Alles Fragen, die mir die drei Fachleser beantworten sollten. Fachleser deshalb, weil alle drei selbst auch schreiben. Die Rückmeldungen hatten dadurch einen gewissen Grad an Qualität und Genauigkeit. Nur wer selbst schreibt, kann mir z.B. sagen, was mit den Figuren nicht stimmt oder welche Szenen ich bedenkenlos streichen kann. Später werde ich natürlich auch noch Testleser meiner Zielgruppe zu Rate ziehen.

Feedback - Zurückfuttern!

Der erste Begriff, der mir nach dem Lesen der Kritiken einfiel: Süß-Sauer.
Mein Roman macht verdammt viel richtig. Vieles funktioniert, er ist z.B. spannend und nie (!) langweilig. Auf der anderen Seite aber gibt es noch viele, viele Baustellen an denen ich arbeiten muss. Das Ende wurde einstimmig kritisiert. Figuren muss ich weiter ausbauen, die Geschichte an sich ebenfalls, vielleicht mit der Handlung auch weit vor meinem jetzigen Startpunkt beginnen.
Dementsprechend süß-sauer habe ich mich auch gefühlt: Riesige Freude und gleichzeitig eine ausgewachsene, innerliche Gesichtspalme. Es liegt eine Menge Arbeit vor mir, auf die ich mich einerseits freue aber auch ebenso weiß, dass es weiterhin sehr viel Zeit und Energie kosten wird. Ich werde noch viele Male um 5 Uhr Morgens aufstehen und noch mehr Stunden, Wochen und Monate in das Projekt stecken müssen. Erst wenn ich ein gewisses Qualitätsniveau erreicht habe, kann ich euch das Projekt mit gutem Gewissen verkaufen. Mehr Details und Infos über das Feedback meines Romans erfahren meine Newsletter-Abonnenten nächsten Monat. Die erfahren sowieso immer mehr, also melde dich ruhig mal an. Gefällt dir nicht, was ich im Newsletter publiziere, kannst du ihn auch jederzeit wieder abbestellen!

Gut, das war's für diese Woche. Ich mache jetzt noch ein paar Purzelbäume zur Beruhigung und mache mich dann an die Überarbeitung meines Plots.

Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Freitag, 13. Juni 2014

Mein erster Roman - Logbucheintrag #1

Oft auch in Unterhosen zu finden:
Der doppelte Halbmond!
Kommt mit auf meine Reise!

Autorentagebuch und so. Kennt ihr bestimmt. Die Idee fand ich ganz nett, machen viele meiner Kollegen und sind auch recht interessant. Bevor sich der Gedanke festigte, das auch zu machen, habe ich mich erstmal selbst beobachtet: Bin ich überhaupt interessant genug, um mit meiner Tätigkeit als Autor solche Blogposts anbieten zu können? Dann ertappte ich mich dabei, wie ich Landwirtschaftsmaschinen suchte, mit denen man tödlich verunglücken könnte und wusste: Ja, darüber kann man schreiben, das ist lustig. Nein, ich habe keinen Mord geplant, die Suche nach einem tödlichen Bauernhofsunglück ist reine Recherche für meinen Roman. Doppelschwör! Über solche Kuriositäten erzähle ich gerne, vor allem treibt es mich immer in viele verschiedene Richtungen, wenn ich gewisse Dinge in Erfahrung bringen muss. Erst gestern war ich auf der Suche nach einer Seite, die Töpfereibedarf anbietet, weil eben einer meiner Charaktere solch ein Hobby hat. Was braucht man dazu? Wie brennt man die fertigen Töpfe? Was kostet so ein Brennofen? Ach, ganz nebenbei: In meinem Roman geht es "eigentlich" um Werwölfe und Vampire und Menschen. Aber platte Storys mit diesen Wesen müsst ihr woanders lesen, ich gehe gerne ins Detail und in die Tiefe.
Aber nicht nur solche Recherche-Sachen will ich euch näher bringen, sondern auch Geschichten aus meinem Alltag. Wie ist das, neben seinem 8-Stunden-Job einen Roman schreiben zu wollen? Ja, wollen! Freiwillig! Gerne berichte ich auch darüber, wie ich auf Ideen stoße, Probleme finde und löse und so weiter.

Mindestens einmal in der Woche will ich solch einen Logbucheintrag hinterlassen, auch um euch zu versichern, dass ich mein Ziel immer noch verfolge: Den 1. eigenen Roman schreiben. Ab sofort dürft ihr live dabei sein!

So. Habe ich mir schwieriger vorgestellt.
Logbucheintrag # 1 kann ich von meiner To-Do-Liste streichen.

Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!

P.S.: Wollte zuerst ein Wortspiel einbauen mit Blog, Logbuch, Blogbuch. Ihr versteht. War eine gute Idee es nicht zu machen, oder?


Mittwoch, 11. Juni 2014

Zeit zum Schreiben trotz Fußball-WM!


Endlich wieder Fußball-Weltmeisterschaft! Wie immer freue ich mich auf gemeinsame Abende mit Freunden und auf viele spannende Fußballspiele. Was jedoch schwierig wird: Wo soll man in dieser tollen Zeit die Schreibzeit hinpacken, wenn man nebenbei noch einen 8-Stunden-Job hat? Ich habe mir schon ein paar Gedanken dazu gemacht und möchte diese mit euch teilen.


1. Planung ist alles
Damit meine ich genauer: Welche Begegnungen willst du dir unbedingt anschauen und auf welche kannst du verzichten? Ich habe einen sehr übersichtlichen Spielplan gefunden, auf dem man ablesen kann, an welchem Tag, um welche Uhrzeit welche Mannschaft spielt. Fast alle Partien fangen um 18, 21 oder 22 Uhr an. Damit kann man planen. Die meisten von euch werden sicher die deutschen Spiele verfolgen, daher hier einmal die drei Termine der Gruppenspiele:

Montag, 16. Juni, 18 Uhr: Deutschland vs. Portugal
Samstag, 21. Juni, 21 Uhr: Deutschland vs. Ghana
Donnerstag, 26. Juni, 18 Uhr: Deutschland vs. USA

Mit diesen Uhrzeiten können wir sehr glücklich sein, wenn man bedenkt, das manche Spiele auch um 0 Uhr oder 3 Uhr Nachts MEZ stattfinden. Aus den Uhrzeiten kann ich für mich ableiten, dass es passend wäre, früh morgens, noch vor der Arbeit, zu schreiben, so wie ich es aktuell auch schon praktiziere. Also stehe ich z.B. um 6 Uhr auf, schreibe bis 8 Uhr, gehe dann auf die Arbeit und kann meinen Feierabend mit Fußball verbringen. Alternativ könnte man auch in den Halbzeitpausen ein wenig schreiben. 15 Minuten sind wenig, aber wenig ist immer besser als nichts!
Das Samstagsspiel der deutschen Mannschaft um 21 Uhr sollte übrigens kein Problem darstellen. Da schafft man vorher bestimmt die eine oder andere Schreibstunde.

2. Entscheide, was dir wichtiger ist
Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und sie mir auch beantworten können. Mein Schreibprojekt ist mir wichtiger, als die kommende Fußball-WM. Letzteres ist zwar ein großes, mediales Ereignis, das ich auch sehr gerne verfolge, aber auf lange Sicht gesehen bringt es mir mehr, an meinen Projekten zu arbeiten, um diese irgendwann veröffentlichen zu können. Nach dem 13. Juli (Endspiel) kräht keiner mehr nach der WM in Brasilien, wahrscheinlicher ist es da, dass nach deinem ersten, veröffentlichten Roman gefragt wird. Daher werde ich dieses mal nicht alle Spiele schauen sondern nur die, von denen ich mir am meisten erwarte. Und ich werde bei langweiligen Matches auch rigoros den Fernseher abschalten und mich stattdessen an die Tastatur setzen.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß mit der Fußball-WM und viel Erfolg beim Schreiben! :) Wenn ihr Lust habt, folgt mir auf Twitter. Da werde ich bestimmt ein paar der Fußballspiele live kommentieren.





Sonntag, 8. Juni 2014

Rorys Story Cubes

Würfel mit Bildern statt Zahlen. Eine tolle Idee, oder nicht? Gerade ich als Zahlenphobiker (Mathe war schon immer ein Arschloch!) fühle mich bei diesen Würfeln sehr viel wohler als bei den Altbekannten. Und Geschichten erzählen war schon immer meine Leidenschaft. Also: Ein Spiel, wie für mich erfunden! :)

Erfinder der Würfel ist Rory O'Connor, der 2004 die Idee zu dem Produkt hatte und die Würfel im Jahre 2008 in die Läden brachte. Vorerst nur in Irland, 2010 dann weltweit. Seitdem ist viel passiert. Was genau, kann man in dem tollen Blog der offiziellen Seite nachlesen. So reist Rory und sein Team z.B. in ärmere Länder, um dort Schulkindern das Erzählen von Geschichten mit Hilfe der Würfel näher zu bringen. Ein anderer Blogpost berichtet von Lehrern, die die Würfel benutzen, um ihrer Klasse das Schreiben von Geschichten zu erklären. Angefangen vom Hauptcharakter bis hin zu möglichen Konflikten.



Ich habe die Würfel vor einem Jahr in einer Buchhandlung entdeckt und fand sie nicht nur optisch sehr ansprechend sondern auch die Idee dahinter einfach klasse: 9 Würfel mit Bildern auf jeder Seite und durch einfaches würfeln erfindest du immer neue, kleine Geschichten oder regst dein Gehirn an, Assoziationen und Verbindungen zu den Bildern herzustellen.


Mittlerweile gibt es drei verschiedene Sets:

Das Basisset (orange), Actions (blau) und Voyages (grün)


Und drei kleinere "Mix-Sets", die ich mir aber (noch) nicht gekauft habe:




Wie spielt man mit den Story Cubes?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit den Story Cubes Spaß zu haben, hier habe ich ein paar aufgelistet:

1. Erzählung Stück für Stück
Man würfelt alle neun Würfel nacheinander und erzählt damit seine Geschichte. Dieser Modus ist interessant, weil man gezwungen ist, mit dem gewürfelten Ergebnis die Geschichte weiterzuführen. Einfallsreichtum ist gefragt! :)

2. Alle Neune auf einmal
Du würfelst gleich alle neun auf einen Wurf und bastelst dir aus den vor dir liegenden Motiven deine Geschichte zusammen. Hier hast du die Wahl aus den Motiven und kannst sie selbst zu einer Geschichte "ordnen".

3. Alleine erzählen oder zusammen
Man kann auch mit mehreren Leuten zusammen spielen, so dass entweder jeder Mitspieler eine eigene Geschichte erzählt oder sich alle Mitspieler zusammen eine überlegen.

4. Zeichnen und würfeln
Was ein paar kreative Menschen mit den Würfeln auch machen: Bilder dazu zeichnen, um zusammen mit den Würfeln eine Geschichte zu transportieren oder zu visualisieren. Ich habe das hier einmal vorgemacht mit der Serie Breaking Bad, die ich gerade erst zu Ende geschaut habe.


5. Schreiben und würfeln
Ich benutze die Würfel, um auf neue Ideen für meine Doppelmond-Geschichten zu kommen. So hat es mir schon viel gebracht, mit einer groben Hintergrundidee die Würfel zu "befragen" und mich von ihnen inspirieren zu lassen. Was könnte dem Hauptcharakter zustoßen? Welche Personen könnte er treffen? Was entdeckt er?
Wenn man genaue Fragen hat, kann man durch die Würfel eine passende Antwort darauf bekommen! :)


Hier kann man die Würfel auf Amazon kaufen:
Das Basisset (orange)
Actions (blau)
Voyages (grün)




Interessante Links:

Creativity Hub: http://www.creativityhub.com/
Zusammenschluss kreativer Menschen, deren Ziel es ist, tolle Produkte herzustellen. Rory O'Connor ist Teil dieser Gruppe.

Offizielle Seite der Storycubes mit einem lesenswerten Blog: https://www.storycubes.com

Rory O'Connor auf Twitter: https://twitter.com/roryoconnor

Die Story Cubes auf Twitter: https://twitter.com/storycubes