Sonntag, 30. November 2014

Crowdfunding bei StartNext: Schöne Dankeschöns für euch!

Crowdfunding ist ein Geben und Nehmen.
Ihr unterstützt mich und mein Projekt und bekommt dafür im Gegenzug (exklusive) Goodies, sogenannte "Dankeschöns".

Was kann das sein?
Was kann ich anbieten?
Was gefällt meinen Lesern?

Aktueller Stand: Wörter: 99.193 | Taschenbuch-Seiten: 284

Darüber habe ich mir in den letzten Wochen den Kopf zerbrochen. Denn nicht nur das "Was?" ist wichtig, sondern auch die Kosten, die es verursacht. Meine größte Angst: Mein Fundingziel zu erreichen, aber das ganze Geld für die Dankeschöns ausgegeben zu haben.

Puh, gar nicht leicht.

Wenn einem etwas schwer fällt, kann man sich immer noch helfen lassen. Ich habe dafür ein paar Autoren aus meinem Netzwerk angeschrieben, wie sie dieses Problem gelöst haben. Und ich denke, ich bin jetzt auf einem guten Weg, euch tolle Dinge anbieten zu können, dabei aber die Kosten nicht zu vernachlässigen.

Hier ein paar meiner Ideen: 

Buttons in verschiedenen Größen und Designs!

Postkarten mit tollen Motiven aus meiner Fantasywelt Nuun!

Eine Tasse mit einem tollen Design!

Ein Poster mit dem Cover meines Romans
(Hier seht ihr das Cover meines 2. Kurzgeschichtenbandes)


Das ist natürlich nicht alles! Es gibt noch andere Dankeschöns, die ich aber noch nicht verraten werde! Auch die gezeigten sind nur Ideen, das kann sich alles noch ändern! :)


Am Ende noch eine große Bekanntmachung:

Es wird auf jeden Fall eine feine "Limited Edition" meines Romans geben. Da habe ich mir gute Sachen überlegt, die Spaß machen und euch sicherlich gefallen werden. Mir jedenfalls macht es richtig viel Spaß, euch so etwas Tolles anbieten zu können! Das ist für mich nur über Crowdfunding zu realisieren! :)

Seid gespannt!


Welche dieser Dankeschöns wollt ihr haben?
Oder habt ihr bessere Ideen? :) 

Schreibt in die Kommentare oder eine Email an mich!




Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!






Sonntag, 23. November 2014

Wie kriegt man ein Romanprojekt in den Griff?

Schreiben ist nicht gleich schreiben.

Vor allem am Computer macht es einen großen Unterschied, ob man z.B. in Word oder im stinknormalen Notepad schreibt.
Bei einem Roman sollte man sich erst recht überlegen, mit welchem Programm man diese Aufgabe meistern möchte.

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Ein Roman ist ein Mammutprojekt.
Das bleibt nicht bei einer Seite, auch nicht bei hundert.

Microsoft Word oder eine andere "Büro"-Textverarbeitungssoftware ist dafür nicht geeignet, denn ein Romanprojekt besteht nicht nur aus Textseiten, sondern auch aus Charakterisierungen, Planungen und vor allem aus Bildern! Wie soll man bei all den Texten und Dateien den Überblick behalten?

Meine Programmwahl, um mein aktuelles Romanprojekt umzusetzen:


Scrivener von Literature & Latte. 
Das Programm kostet 40 Dollar und ist für Mac und Windows erhältlich.

Mit Scrivener ist es mir z.B. möglich, eine Ordnerstruktur anzulegen. Damit kann ich Ordnung halten und den eigentlichen Text von meinem Recherchematerial trennen.

Ebenso kann ich pro Szene ein eigenes Dokument anlegen und in meiner Baumstruktur schnell zwischen den Texten hin und herspringen. Der Romantext ist nicht eine einzige große Textwüste sondern übersichtlich unterteilt in Kapitel und Szenen.

Folgende Ordnerstruktur pflege ich:



In diesen Ordnern können auch Bilder liegen, die ich importiert habe!



Scrivener hat auch eine Unterteilung in seinem Hauptbildschirm, die ich aktivieren kann. So ist es mir möglich, z.B. beim Schreiben einer Charakterisierung das Bild des Charakters einfach in der rechten Hälfte des Bildschirms anzuzeigen, während ich zeitgleich in der linken Hälfte das Aussehen beschreibe.

Praktisch, oder?



Ich habe Scrivener auch auf meinem Netbook installiert, das ich unterwegs benutze. Damit ich dort auch immer die aktuellste Version meines Schreibprojekts habe, speichere ich meine Scrivenerdatei immer in meinen Dropbox-Ordner ab, der sich automatisch synchronisiert.




Auf den Bildern seht ihr, wie das ungefähr aussieht, wenn ich an meinem Roman sitze und verschiedene Szenen schreibe oder den Text überarbeite. Ich bin sehr zufrieden mit dem Programm und kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Scrivener ein Schreibprojekt zu beginnen.

Alles Weitere über Scrivener findet ihr hier: www.literatureandlatte.com

Einen ausführlichen Artikel zu Scrivener könnt ihr hier lesen!

Viele Youtube-Tutorials zu Scrivener gibt es hier!

Weitere Schreibprogramme:
yWriter (gratis!)
Papyrus Autor


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 16. November 2014

Das Video für meine Crowdfunding-Kampagne

Video für die Crowdfunding-Kampagne?

Ja, richtig!
Sich selbst und sein Projekt in einem Video vorzustellen ist ein sehr wichtiger Faktor, wenn man sein Projekt über Crowdfunding finanzieren möchte.

Das sogenannte "Pitch-Video" muss in 2 bis 3 Minuten überzeugen.

Keine leichte Aufgabe!


Aktueller Stand: Wörter: 97.899 | Taschenbuch-Seiten: 280


Wichtig ist zuerst einmal, dass die Länge grob festgelegt ist, denn danach richtet sich dann auch der Inhalt, den ich in dieser Zeit zeigen möchte.

Start Next empfiehlt in seinem Handbuch eine Länge zwischen 2 und 3 Minuten.
Diese Dauer kenne ich als Richtmaß für Youtube-Videos: Sind diese zu lang, werden sie nicht zu Ende geguckt oder gar nicht erst gestartet.

Was ich mir bei dieser Kürze des Videos auch vornehme: Jede Sekunde wertvoll zu gestalten.

Kein Satz, den ich spreche und kein Bild, das ich zeige, soll überflüssig sein.

Legen wir also eine Länge von 3 Minuten für das Video fest: Damit lässt sich arbeiten und Entscheidungen beim Inhalt festlegen.

In der weiteren Konzeption habe ich diese drei Minuten vier Teile getrennt.







Erster Teil (ca. 10 - 15 Sekunden): Den Zuschauer festhalten

Die ersten 15 Sekunden müssen den Zuschauer packen, denn in dieser Zeit entscheidet sich ganz schnell, ob man das Video mag und es weiterschaut oder eben nicht.

Hier werde ich Aufnahmen zeigen, die ich letztes Jahr für den Buchtrailer gemacht habe. Damals gab es einen Drehtag in unserer Garage. Das Material braucht nur noch ein bisschen Nachbearbeitung.


Zweiter Teil (ca. 2 Minuten): Mich und meinen Roman vorstellen

Filming yourself: Ur doin it wrong!
Der Kern des Videos und meiner Kampagne.

Ich gehe von den ersten 15 Sekunden fließend dazu über, mein Werk vorzustellen. Worum geht es? Wer ist der Hauptcharakter? In welcher Welt spielt meine Geschichte? All das.

In diesem Part muss ich nicht nur meine Idee, sondern auch mich selbst verkaufen, denn man wird sich auch die Frage stellen: Bin ich jemand, den man unterstützen sollte?

Für diesen Teil schreibe ich mir ein kleines Drehbuch.


Dritter Teil (ca. 30 Sekunden): Andere sprechen lassen

Spätestens nachdem die 3. Videorezension zu meinem Buch "Alle Kurzgeschichten aus Nuun" erschienen ist, stand für mich fest: In meinem Pitch-Video werde ich Ausschnitte aus diesen Rezensionen zeigen.

Was ist überzeugender als Dritte, die positiv über mein Buch und mein Schreiben erzählen?
Das sieht man ja auch täglich in der Werbewelt.

Ich habe beschlossen, diesen Rezensions-Ausschnitten 30 Sekunden Zeit einzuräumen.

Dafür musste ich alle drei Videos (jeweils ca. 10 Min.) auf die passendsten Stellen zurechtschneiden und diese dann auch noch mal aussortieren. Das war recht schwer, weil die drei Damen so viele positive Sachen gesagt haben! :)



Vierter Teil (ca. 10 Sekunden): Abschluss mit einem Call to Action

Mit einem klaren Aufruf, mich bei meinem Projekt zu unterstützen beende ich den Trailer.


Ende.

So ist der Plan.
Mit der Umsetzung habe ich schon mehr oder weniger angefangen, aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor mir.


Weitere Links zu diesem Blogpost:

Start Next: www.startnext.de
Das Start Next Handbuch: https://www.startnext.de/hilfe/handbuch.html
Videorezensionen zu meinem Buch gibt es auf Youtube


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!





Sonntag, 9. November 2014

Ein Tag in meinem Autorenleben - November 2014

Die meisten sollten es mittlerweile wissen: Ich schreibe einen Roman. 

Das klingt erstmal super, aber wenn man tiefer geht, kommen Fragen auf:

  • Wann schreibe ich denn? 
  • Wie baue ich diese Schreibzeit in meinen Alltag und mein Leben ein? 
  • Wie lebt man, wenn man einen Roman schreibt?


In diesem Blogpost zeige ich euch meinen Tagesablauf, in dem mein Roman immer weiter wächst.


Aktueller Stand: Wörter: 97.558 | Taschenbuch-Seiten: 279


4:50 Uhr:

Mit "Breathe" von Fabolous weckt mich mein altes Nokia 6600 aus dem Schlaf.
Ich liebe diesen Song! :)


5:00 Uhr:

Nach 10 Minuten schäle und quäle ich mich aus dem Bett. Wenn erstmal einer meiner Füße auf festem Boden steht habe ich den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund gewonnen.

Yeah!


1 ausgefülltes Kästchen = 1 Schreibstunde
5:20 Uhr:

Anziehen und Zähneputzen sind erledigt.
Mit meinem ersten Earl Grey des Tages sitze ich am Computer und öffne Scrivener, das Schreibprogramm meiner Wahl. Die Arbeit an meinem Roman beginnt.

Um diese Uhrzeit ist es einfach wunderbar in meine Fantasywelt Nuun zu springen und meine Helden ihre Reise antreten zu lassen.
Mein Kopf ist noch leer, alles um mich herum leise. 
Beste Voraussetzungen.


6:20 Uhr:

Halbzeit.
Der zweite Earl Grey des Tages muss her. Das ist gleichzeitig auch immer ein kleiner Kampf mit ser Konzentration. Ich muss nach der Mini-Pause wieder reinkommen. Oft unterbreche ich meine Denkprozesse deswegen gar nicht, sondern grübele weiter über meinen Text während ich das Wasser aufsetze.


7:20 Uhr:

Fertig. 
Zwei Stunden in meinen Roman gesteckt.
Glücklich und müde fahre ich den PC runter. Dann mache ich mein Essen fertig, das ich mit auf die Arbeit nehme und esse ein kleines Frühstück.

Jetzt kann kommen was will:
Ich habe mein Tagesziel von 2 Schreibstunden bereits erledigt. Das schafft auch Selbstbewusstsein für den Rest des Tages!


8:00 Uhr:

Mit dem Bus fahre ich zu meinem Arbeitsplatz.
Ich bin Mediengestalter in Saarbrücken :).


Foto: Mark Lissmann
9:00 Uhr:

Ich komme an und mache mir als erstes meinen dritten Earl Grey des Tages, begrüße Arbeitskollegen und checke Emails.

Einige tolle Mitarbeiter haben, wie ich, neben ihrem dortigen Job auch noch private Projekte laufen. Mark Lissmann z.B. fotografiert und hat mir dieses und andere tolle Autorenfotos gemacht!

Das kleine kreative Netzwerk auf der Arbeit schätze ich sehr.


17:00 Uhr:

Feierabend. Mit dem Bus geht es nach Hause.


17:40 Uhr:

Zuhause angekommen setze ich mich an meinen PC und mache, was gerade anfällt: Grafiken / Vorbereitungen für mein Social Media Marketing usw.

Aktuell plane ich z.B. meine Startnext-Kampagne!




19:30 Uhr:

Abendessen mit meinen Eltern.


19:45 Uhr:

Entweder spiele ich noch eine Runde Fifa auf der Xbox, gucke eine Folge Game of Thrones oder lese ein Buch oder Zeitschriften.
Je nach Zeit und Stimmung.


21:30 Uhr:

Allerspätestens jetzt mache ich das Licht aus, um zu schlafen. Um 5 Uhr soll meine Arbeit am Romantext weitergehen.

Ja, so sieht er aus, mein harter Alltag! In diesem Rhythmus entsteht mein Roman, den ihr hoffentlich bald schon lesen werdet! :)



Aktuell..............................


... Auf meinem Mp3-Player:

Bizzy Montana - M.A.D.U. 4.

Ansonsten viele andere Sprechgesangsartisten wie z.B. Genetikk, Bushido, Kool Savas, Eko Fresh, Baba Saad, K.I.Z., aber auch ein bisschen Billy Talent und Linkin Park.


... lese ich:

Viel zu viel auf einmal.
Ich liste nur die Lektüren auf, die ich in den letzten Tagen aktiv gelesen habe:

- Band 1 von "Mara und der Feuerbringer" von Tommy Krappweis [Link]
- Federwelt - Zeitschrift für Autorinnen und Autoren [Link]
- Aktuelle Ausgabe der Neon [Link]
- Der Spiegel "Job" [Link]
- Offscreen-Magazin [Link]


...gucke ich:

Die 2. Staffel von Game of Thrones!


... benutze ich diese Apps:

- Pocket, eine App zum Speichern von Artikeln, um sie später zu lesen [Link].
- Inkpad - Eine simple Schreibapp, um auch unterwegs an Geschichten und Ideen zu feilen [Link].
- Expense Manager - Um meine Finanzen im Auge zu behalten, trage ich hier meine Ausgaben ein [Link].


... besuche ich immer wieder diese tollen Websites:

www.zenpencils.com
Großartige, inspirierende und motivierende Comics!

www.lifehack.com
Sehr gute Artikel zum Thema Selbstmanagement, Zeitmanagement usw.

www.t3n.de
Gute Artikel über das digitale Leben, z.B. über neue Apps, Marketing-Ideen usw.



Fragen?
Schreibt in die Kommentare! :)



Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!




Sonntag, 2. November 2014

Fragen, die ich meinen Testlesern stelle

Ende April diesen Jahres ging mein Roman an drei liebe Testleserinnen, die mir großartiges Feedback gaben.

Folgende Dinge wurden mir durch diese Testlesephase bewusst:

- Meine Geschichte ist gut. Besser sogar, als ich gedacht habe. Selbstzweifel: Fuck you!
- Ich habe noch jede Menge Arbeit vor mir, denn ich muss viele Szenen überarbeiten
- Mein Plot entwickelt sich glaubhaft von Anfang bis Ende
- Jede meiner Szenen hat eine Daseinsberechtigung, die Geschichte zieht sich nicht unnötig in die Länge

... und noch vieles mehr!




Die kleine Zündy findet die
überraschende Wendung

im 3. Akt zu vorhersehbar.
Wie aber komme ich zu diesem guten Feedback? Zum einen ist es wichtig, die richtigen Leute testlesen zu lassen, zum Anderen kommt drauf an, ob man einfach sagt "Mach mal und schreib mir, wie du den Text fandest" oder einen detaillierten Fragebogen ausgearbeitet hat.

Ich bevorzuge solch einen Fragebogen!

Ich bin der Autor. Ich will wissen, wie dem Leser das Ende der Geschichte gefällt, das ich schon dreimal umgeschrieben habe. Ich will wissen, ob sich Charakter XY in der Szene Z glaubhaft verhält, oder seine Handlung nicht nachvollziehbar ist. Mein Text wirft mir selbst schon so viele Fragen auf, das ich gar nicht drumherum komme, einen Fragebogen zu erstellen, in dem ich genau diese Fragen einfach weitergebe.

Hier möchte ich euch nun einmal zeigen, wie mein Fragebogen ausgesehen hat. Was kommt auf mich zu, wenn ich einen Roman testlesen möchte? Was kann ich als Autor meine Testleser fragen?



Hier meine Fragen:


- Welche 5 Bücher hast du als letztes gelesen, welchem Genre gehörten diese an?

Das lässt darauf schließen, welchen Lesegeschmack mein Testleser hat, und welche Geschichten ihn vor meiner beeinflusst haben. Wenn hier nur Fantasy-Titel stehen, hat sein Feedback zu meinem Fantasybuch eine andere Aussagekraft, als wenn hier z.B. nur Chick-Lit-Titel stehen würden.

- Auf einer Skala von 1 bis 5: Wie gut fandest du mein Buch?

Damit frage ich einfach grob ab, wie mein Text empfunden wurde. Ins Detail gehe ich danach erst.

- Wie gerne würdest du eine Fortsetzung der Geschichte lesen wollen auf einer Skala von 1 bis 5?
- War es flüssig lesbar?
- Erinnert dich das Buch an andere Bücher oder AutorInnen? Wenn ja, an welche?

Diese Frage ist für mich interessant, um mögliche Konkurrenz zu meinem Text zu erkennen.

- Allgemein: Was würdest du ändern?
- Allgemein: Was findest du schlecht / was gefällt dir gar nicht?
- Was hat dich zum Lachen gebracht?
- Was hat dich traurig gestimmt?

Hier will ich wissen, wo ich welche Emotionen geweckt habe mit meinen Worten.

- Was ist die größte Stärke des Romans?
- Was ist die größte Schwäche des Romans?
- Was ist deiner Meinung nach das Alleinstellungsmerkmal meines Romans?

Was sagt ein Vielleser zu meinem Text? Was hat er in meinem Text gefunden, was er vorher noch nie gelesen hat?

- Welchen Titel/Namen würdest du dem Roman geben?

Ist meine Namensidee vielleicht unpassend? Vielleicht gibt es ja bessere Ideen, also wieso nicht fragen?

- War der Ablauf der Ereignisse glaubhaft / logisch? Wenn nein, an welcher Stelle?
- Gab es Löcher im Plot? Wenn ja, wo?
- Welche Szene(n) kann man deiner Ansicht nach streichen?

Hier braucht jeder Autor Hilfe: Welche Szenen sind überflüssig?

- An welche Szene erinnerst du dich sofort wieder, wenn du an mein Buch denkst?

Hier frage ich indirekt, welcher Moment in meinem Buch am einprägsamsten war.

- Was war deine Lieblingsszene?
- Welche Szene fandest du am langweiligsten?
- Welche Stelle/Szene sollte ich kürzen?
- Welche Stelle/Szene sollte ich weiter ausführen?
- Nach welchen Kapiteln hast du eine Lesepause eingelegt? Aus welchem Grund?

An den Stellen die hier genannt werden, sollte ich ein Cliffhanger einbauen, da die Szene scheinbar endet, ohne zum Weiterlesen zu animieren.

- Musstest du dich an irgendwelchen Stellen überwinden, weiterzulesen?
- Gibt es Fragen, die der Roman am Ende nicht beantwortet?

Passiert sowas, ist das unbefriedigend.

- Hat der Anfang dich in die Geschichte gezogen und dich neugierig gemacht? Wenn ja, warum?
- Gab es Stellen die du zweimal lesen musstest? Wenn ja, welche?
- An welchen Stellen war dir die Geschichte zu zäh?
- An welchen Stellen ging dir die Geschichte zu schnell voran?
- Gab es Stellen an denen dir eine Information gefehlt hat?
- Gab es Stellen an denen dir die Informationsdichte zu hoch war?

- Wie fandest du den Schluss? Befriedigend, vorhersehbar, langweilig, zu offen?
- Hast du vorausgesehen, dass der Roman so endet?
- War das Ende glaubhaft?

- Gibt es Dinge, die du, obwohl es fiktional ist, als unglaubwürdig empfandest?
- Was glaubst du ist die Botschaft der Geschichte?
- Wie könnte die Prämisse der Geschichte lauten?

- Beschreibe meinen Hauptcharakter!
- Was sind seine / ihre Ziele?
- Konntest du dich mit ihm / ihr identifizieren?
- War dir der Protagonisti sympathisch?
- Beschreibe meinen Antagonisten
- Was sind die Ziele meines Antagonisten?
- Handeln alle Figuren logisch? Ist ihre Motivation, also der Grund ihres Handelns, immer verständlich?

Sowas ist immer nervig und stört: Figuren die nur so handeln, wie sie handeln, damit der Plot in diese Richtung weitergehen kann.

- Wenn du einen Charakter aus dem Buch entfernen könntest, wer würde das sein? Warum kommt er raus?

Welcher Charakter blieb blass und kann gestrichen werden?

- Welchen Charakter konntest du am wenigsten leiden?

Im Idealfall ist das der Antagonist! :)

- Welchen Charakter konntest du am besten leiden?

Im Idealfall ist das der Protagonist! :)

- Gab es Verwechslungen von Namen? Wenn ja, welche?
- Sind die Dialoge glaubhaft?

- Gab es Verwechslungen von Namen / Orten, etc.? Wenn ja, welche?
- Welcher Ort hat dir am besten gefallen?
- Welcher Ort hat dir am wenigsten gefallen?
- Konntest du dir die Schauplätze gut vorstellen?

- Gibt es Wörter / sprachliche Bilder / Sätze, etc., die ich zu oft benutze? Wenn ja, welche?

Wiederholungen will ich gerne vermeiden, daher diese Frage.

- Wenn du mir sonst noch etwas mitteilen möchtest, hast du jetzt die Möglichkeit dazu.

Hier fordere ich explizit dazu auf, Dinge, die nicht gefragt wurden, noch einmal zu beschreiben. Am Ende ist es auch okay, wenn der Testleser Fragen einfach auslässt, weil er sie nicht beantworten kann. Das ist auch kein Problem, denn vielleicht hat ihn eine Szene nicht traurig gestimmt und er musste vielleicht auch kein einziges Mal lachen, weil ich seinen Humor nicht getroffen habe. Das ist subjektives Empfinden.


Am Ende noch ein paar Ratschläge:
  • Gebt euren Testlesern genug Zeit! 
  • Bietet euren Text im Lieblingsformat eures Testlesers an: Ausgedruckt, Kindle, epub, etc.
  • Beantwortet Rückfragen schnellstmöglich!
  • Gebt euren Testlesern eine Deadline. Fragt innerhalb dieser Deadline niemals nach, wie weit sie schon sind!
  • Verlange keine Ergebnisse vor dieser Deadline!
  • Bedanke dich bei deinen Testlesern und biete im Gegenzug deine Dienste als Testleser an. Daraus kannst du viel lernen!


Gehabt euch wohl und meidet die Dunkelheit, liebe Leser!