Sonntag, 31. Mai 2015

Wie alles begann... (Teil 1)

Wo nahm die Reise seinen Anfang?
Es wird Zeit für einen Rückblick. Der wird seinem Namen sogar gerecht, denn wir reisen ganze 11 Jahre in die Vergangenheit!


Es war im Jahre 2004 als ich den Film Underworld sah. Damals auf meinem Mini-Fernseher, auf dem ich heute aufgrund des Retro-Feelings nur noch Super Nintendo spiele. Der Film hat mich beeindruckt. Die düstere Stimmung, die Coolness von Selene und auch die Waffen, mit denen sich Vampire und Werwölfe bekämpfen.

Underworld (2003) - Wikipedia - Filmtrailer

Ja, damals war die Welt noch in Ordnung! Vampire waren düster, cool und verbrannten bei Sonnenlicht. Niemand ahnte, dass diese wunderbaren Geschöpfe bald einer aussterbenden Spezies angehören würden.

Die Entwicklung und Gestaltung von Computerspielen war damals mein großes Hobby. Gerade hatte ich meine Ausbildung zum Mediengestalter begonnen, die für mich nur ein Sprungbrett in die Spieleindustrie darstellte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch bereits mehrere Projekte unter meinem eigenen Label "Dragon Productions" hinter mir, darunter auch welche die sich jahrelang in der Entwicklung befanden. Das, was ich begann, wollte ich unbedingt auch fertigstellen: Modifikationen für Spiele und Level, alles ohne eigene Programmierung, denn das war nie mein Ding. Mit diesen Projekten war ich sogar öfter mal in Spielezeitschriften zu sehen und einmal sogar im Fernsehen bei "Giga Games".

Auch damals habe ich schon gerne eigene Videos erstellt. Darunter ein "Dragon Productions Werbefilm", der die Zeit damals sehr gut wiederspiegelt und viele meiner Projekte zeigt:



Nachdem ich also Underworld gesehen hatte, wusste ich, was mein nächstes Projekt werden sollte: Ein Echtzeit-Strategiespiel im Stil von Warcraft 3 mit Vampiren, Werwölfen und Menschen. Keine Modifikation oder Add-On für ein existierendes Spiel, sondern etwas Eigenständiges!
Ich schrieb ein erstes Grobkonzept und baute mir ein Team auf, darunter Programmierer, 3D-Grafiker, Zeichner und sogar Leute für die Story, denn die war mir besonders wichtig. Ich wollte, wie heute auch, etwas Tolles abliefern. Das Spiel sollte Spaß machen, die Hintergrundgeschichte aber auch.




Am 10. Januar 2005 begannen somit die Arbeiten an "Projekt 05", wie wir es lange Zeit nannten. Das Baby brauchte einen Namen, damit man drüber sprechen konnte. Ich schrieb Designdokumente, Konzepte, befasste mich mit Gamedesign und so weiter. Eben das, was ich konnte. Daneben spielte ich noch zahlreiche Echtzeit-Strategiespiele, um deren Mechanik zu studieren und eigene Ideen zu entwickeln.

Das Team dahinter saß nicht an einem Ort, sondern war verstreut über ganz Deutschland und sogar der Schweiz und Österreich. Wir waren ein sogenanntes "Virtuelles Team" und kommunizierten über ein Forum, Email und ICQ. Facebook, Twitter und Whatsapp? Gab es damals noch nicht.


Neben Underworld orientierte ich mich auch an dem Film "Van Helsing".

Ich habe noch so viel zu erzählen, aber das soll es für diesen Post erstmal gewesen sein. Demnächst geht es dann weiter und ihr könnt die ersten Ergebnisse unserer damaligen Bemühungen begutachten. :)

Gehabt euch wohl, liebe Leser!

(Hier könnt ihr Teil 2 lesen!)





Sonntag, 24. Mai 2015

Recherche für meinen Roman

Ja, auch ein Fantasyautor mit eigener Fantasywelt muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben und hin und wieder Dinge aus der realen Welt recherchieren. Ich kann mir ja nicht für alles Mögliche neue, eigene Vorgehensweisen überlegen. So funktioniert z.B. ein Schweißtgerät in meiner Welt genau so wie in der realen. Warum auch nicht?




Ich denke ihr habt verstanden, worauf ich hinaus will. Daher heiße ich euch recht herzlich willkommen in meiner großen Recherchenkiste. Hier lagert all das Material, das ich bisher benötigt habe, um meinen Roman zu schreiben und gewisse Vorgänge glaubhaft zu schildern.


1. Wie ist das Leben auf dem Bauernhof?

Da meine Hauptfigur auf einem Bauernhof lebt, musste ich folgende Frage beantworten: Wie ist das Leben auf einem Bauernhof? Welche Arbeiten fallen an?
Nein, dafür habe ich nicht Farmville gespielt, obwohl das im Nachhinein kein schlechter Gedanke ist. Ich habe Google befragt und bin u.a. auf diese Website gestoßen :).

Bauer Wilfried und seine krassen Chicks haben mir sehr geholfen das Leben auf dem Bauernhof besser zu verstehen! :).



2. Wie funktioniert ein Schweißgerät? Und was ist Schutzgasschweißen?

Die Hauptfigur meines Romans arbeitet in einer Werkstatt und beherrscht das Schweißen sehr gut. Das hieß für mich, dass ich mich über das Thema informieren musste. Als Computermensch habe ich von solchen Sachen nämlich sowas von keine Ahnung! :)

In meinem Roman soll ein Charakter auch einen Fehler beim Schweißen machen, damit mein Hauptcharakter seine Fähigkeiten demonstrieren kann. Was kann da passieren? Ich bin auf dieses, sehr gute Video gestoßen, das mich auch die Kunst des Schutzgasschweißens gelehrt hat :).

Interessant:
Argon, in flüssiger Form gelagert, wird zusammen mit Kohlendioxid in einem gewissen Verhältnis gemischt. Dieses Gas hat die Aufgabe beim Schweißen den Sauerstoff fern zu halten. Es verdrängt ihn und wird daher auch in Lebensmittelverpackungen verwendet, um diese länger haltbar zu machen. Es ist geschmacks- und geruchlos und ungefährlich für den Körper.


3. Die Beziehung zwischen Tochter und Mutter

Diese soll ja bekanntlich ganz besonders innig sein. Auch hier habe ich viel gesucht, auch in Foren und auch konkret nach Problemen die ein Mädchen mit seiner Mutter haben kann. Denn auch darum geht es in meinem Roman. Wie könnte sich eine Tochter mit ihrer Mutter streiten? Was könnte die Mutter Schlimmes tun, was ihr die Tochter nie verzeihen würde?


Das sind drei Themen, die vielleicht nicht sehr spannend sind aber in meiner Geschichte vorkommen und so wahrheitsgetreu wie möglich erklärt werden müssen.


Sonntag, 17. Mai 2015

Warum du dich freuen solltest wenn dein Roman raubkopiert wird

“The Enemy of the Author is Not Piracy, But Obscurity” 
- Tim O’Reilly





Vor kurzem habe ich dieses Bild auf Facebook entdeckt:



Darunter, wie immer, eine hitzige Debatte darüber, was man gegen diese "Kopierwelle" und die Raubkopierer tun könnte. Mein Tipp: Auf jeden Fall seine Zeit weniger mit solchen Diskussionen auf Facebook verbringen und stattdessen mehr Zeit in die eigenen Schreibprojekte stecken!

Solche Bilder oder ähnliche sehe ich immer wieder. Und ich frage mich auch stets, was es bringen soll, diese Bilder zu erstellen, zu teilen oder zu diskutieren.

Aktuell arbeite ich hart an meinem Debütroman, was bedeutet: Morgens um 5 Uhr aufstehen, zwei Stunden schreiben, acht Stunden arbeiten gehen, einige Stunden Marketing am Abend. Und das über Monate hinweg.

Anstrengend. Sehr sogar.

Alles für "Blut gegen Blut", meinem Roman, der, sobald er veröffentlicht ist, auf irgendwelchen illegalen Tauschbörsen landen wird. Punkt.

Das ist mir bewusst. Aber ich weiß auch: Ich kann nichts dagegen tun. Außer das nächste Buch schreiben. Und das übernächste. Und das überübernächste.

Geistiges Eigentum zu klauen ist ein Verbrechen, definitiv! Würdet ihr mich morgens um 5 Uhr fragen, nachdem ich mich zum Schreiben aus dem Bett gequält habe, was ich mit einem Raubkopierer meines Romans machen würde, glaubt mir: Die Todesstrafe wäre ein harmloses Urteil dagegen!

Aber: Es ist die harte Realität.
Also, liebe Selfpublisher: kommt klar damit oder hört auf Bücher zu schreiben.

Gerade die, die erst mit dem Schreiben angefangen haben, vergessen, dass es auch einen sehr positiven Effekt hat, wenn eure Bücher auf Tauschbörsen landen:

Ihr werdet gelesen!

Ja, richtig. Leute laden sich eure Bücher illegal und lesen sie vielleicht sogar. Und wenn nicht, hätten sie auch niemals Geld für euer Buch ausgegeben. Und wenn sie eure Geschichte gut finden, kaufen sie sich vielleicht das Buch oder euer nächstes oder übernächstes. Oder sie liken eure Seite auf Facebook oder folgen euch auf Twitter und werden in Zukunft zu einem treuen, zahlenden Leser. Ohne die Raubkopie wären sie niemals auf euch gestoßen!

Daher hier mein eigenes Bild dazu:



Statt euch auf diese Raubkopierer zu konzentrieren, befasst euch lieber damit, über Social Media, Buchmessen und Lesungen eine treue Fanbasis aufzubauen. Ignoriert die Menschen, die eure Arbeit missachten und bündelt eure Kraft, diese in zahlende Kunden zu verwandeln, indem ihr immer bessere, grandiosere Geschichten erfindet!

Wie seht ihr das? Habt ihr schon mal ein Buch raubkopiert? Seid ihr selbst Autor und kämpft gegen Raubkopierer? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

Am Ende noch eine Überraschung:
Es gibt sogar Autoren, die ihr Buch ganz bewusst gratis veröffentlichen und diese Sache mit den Raubkopien ähnlich sehen wie ich.


Hochachtungsvoll,
Benjamin Spang


Sonntag, 10. Mai 2015

Das Casting für meinen Roman 'Blut gegen Blut'

Angenommen mein Roman "Blut gegen Blut" wird verfilmt...



Hier eine kleine Auswahl der Schauspieler, die ich für die Rollen meines Romans besetzen würde. Natürlich verrate ich nicht, wer welche Rolle spielt und es sind auch längst nicht alle Charaktere vertreten!


David Carradine 
(Wikipedia)




James Gandolfini


Renée Zellweger


Robin Williams 


Winona Ryder 




Man wird ja wohl noch träumen dürfen... :)






Sonntag, 3. Mai 2015

HomBuch 2015 - Mein erster Verkaufsstand!

Hui war ich aufgeregt! :)


Rückblick:

Meine erste Messe mit eigenem Verkaufstisch stand Ende März auf dem Programm. Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, was ich neben meinen Büchern anbiete und wie ich das präsentiere. Zumal der Platz begrenzt war, denn ich teilte mir den 2 Meter langen Tisch mit zwei Kolleginnen.

Schnell beschloss ich, dass wenn ich nicht in die Breite gehen konnte, mich das nicht daran hindert in die Höhe zu gehen. Ein flacher Messetisch ist sowieso langweilig, also beschloss ich, aus ein paar kleineren Kisten eine Art Podest zu bauen. Dort konnte ich Flyer und Bücher ablegen. Außerdem habe ich noch einen Buchständer gekauft, in den ich neben Büchern auch eine selbst gebastelte "Werbetafel" stecken konnte. Dort waren dann Postkarten und Buttons mit Preis angebracht.

Hier könnt ihr meinen Stand bewundern. Highlight war natürlich das Schild "Glitzerfreie Zone", dass viele Besucher zum Schmunzeln brachte.



Was den Verkauf angeht war die Messe eher mau. Das Zielpublikum war leider eher gehobenen Alters, die mit meinen Vampirgeschichten nicht so viel anfangen konnten.

Auf der Messe, nicht weit von meinem Stand entfernt, gab es auch eine Tombola, auf der man sich Lose kaufen und diese sofort gegen Gewinne eintauschen konnte. Dort habe ich mich insofern beteiligt, dass ich einige meiner Leckerbissen-Bücher als Gewinn gespendet habe. Der gesamte Erlös der Tombola ging an die Mc Donalds Kinderhilfe.
Viele Leute, die ich auf der Messe kennengelernt habe, konnten eines der Leckerbissen ergattern und so durfte ich fleißig signieren, was mich sehr gefreut hat. Mir ist sogar fast immer ein origineller Spruch als Widmung eingefallen, der den Tag bzw. die bisherige Beziehung zu dem Leser in einem Satz festgehalten hat.

Links: Backstage klingt eigentlich immer geil. Ist es aber nur bedingt, wenn man nicht auch die Rückseite seiner Bastelei hübsch gestaltet :). Rechts: Chaos am Abend vor der Messe. Ich musste vieles vorbereiten.

Was ich an den beiden Messetagen oft erklären musste: "Was ist eigentlich dieses Crowdfunding?" :). Natürlich habe ich auch Werbung gemacht für meine Kampagne, die zu diesem Zeitpunkt noch lief. Und ich konnte definitiv ein paar weitere Unterstützer dazugewinnen!

v.l.n.r.: Meine Wenigkeit, Bianca Peiler, Sabine Osman, Babett Weyand

Zusammen mit meinen Kolleginnen, die ebenso ihre Bücher angeboten haben, hatten wir zwei wirklich tolle Tage. Was besonders gut war: Ich habe neue Leute der saarländischen Buchszene kennengelernt, habe alte Bekannte wieder getroffen usw. Das ich nicht so viel verkauft habe war da eher nebensächlich! :)

Nächstes Jahr gerne wieder! :)

In meinem Fotoalbum auf Facebook kannst du weitere Fotos der HomBuch 2015 sehen.