Sonntag, 7. Juni 2015

Wie alles begann... (Teil 2)

Im letzten Blogpost habe ich bereits berichtet, dass meine Fantasywelt Nuun eigentlich für ein Computerspiel entstanden ist. Heute erzähle ich ein bisschen von der damaligen Entwicklung.




Es war eine spannende Zeit und ich war wirklich sehr motiviert, ein tolles Computerspiel auf die Beine zu stellen. Alleine war das natürlich unmöglich. Vor allem das Programmieren ist bis heute nicht meine Welt und so brauchte ich fähige Leute, die das, was in meinem Kopf entstanden ist, umsetzen konnten.

Wir waren ein virtuelles Team, verstreut im deutschsprachigen Raum, und haben hauptsächlich über unser Forum und ICQ kommuniziert. So erinnere ich mich an das Schreiben von superlangen Emails mit Markus Naumann, mit dem ich zusammen das Gamedesign ausgearbeitet habe. Oftmals waren es auch Worddokumente, die wir zusammen geschrieben haben. Unsere Köpfe haben geraucht und wir hatten ein paar wirklich gute Ideen!

Das Spiel sollte ein Echtzeitstrategiespiel sein mit drei Völkern: Werwölfe, Menschen und Vampire. Der Spieler sollte einem Charakter durch die Story folgen, aber er sollte auch alle drei Völker spielen dürfen. Das musste in der Geschichte enthalten sein und so schrieb ich zusammen mit Patrich Schmitt und Ingo Riehl (Wow, ich kann mich an die Namen erinnern!) eine Geschichte, in der das gegeben war. Und am Ende waren wir alle drei sehr zufrieden damit!

Als die Geschichte geschrieben war, konnte ich damit beginnen einen Namen für das Spiel festzulegen. "Projekt 05" war bisher nur der Arbeitsname.
Ich dachte viel nach, schrieb mir einige Namen auf und kam irgendwann zu dem Entschluss, dass "Twilight Symphony" passend wäre. Nein, liebe Leute: Mit den Twilight-Filmen kam diese Idee nicht, denn der Name entstand im Jahre 2007, und da war Edward noch gar nicht auf der Leinwand zu sehen! :)

Auf dieses Logo bin ich bis heute extrem stolz. Ich habe es aus zwei Schriftarten erstellt.
Links und rechts in dem "t" ist jeweils einer der beiden Monde zu sehen,
die in meiner Fantasywelt am Himmel stehen. 


Daneben waren die Zeichner unseres Teams auch sehr fleißig. Wahre Kunstwerke kamen dabei heraus, die mir heute teilweise noch als Cover für meine Bücher oder Zeichnungen innerhalb des Buches dienen. Die Zeichner hatten damals den größten Output und vor allem Simon Kramhöller hat mit seiner Kunst sehr dazu beigetragen, wie die Charaktere und auch die Welt heute aussieht, in der meine Geschichten spielen, denn er hat nicht nur meine Ideen umgesetzt sondern auch sehr viele eigene Ideen einfach als Zeichnung zum Leben erwacht!

Simon Kramhöller ist ein begnadeter Künstler. Besucht seine Website.


Auch auf Youtube waren wir auf der Suche nach Zeichnern:




Stolz bin ich auch auf die vielen Neider damals. Unser Gästebuch war voller Kommentare wie schlecht wir doch seien. Ein eindeutiges Zeichen dafür, gerade an etwas Großem dran zu sein! :)


Das war meine Aufgabe: Die Welt mit seinen Bewohnern erschaffen und das Gameplay ausarbeiten. Was macht der Spieler eigentlich? Wie erzeugt man Spielspaß? Die Dokumente oben im Bild dienen mir heute noch als Inspiration.

Wir arbeiteten jahrelang an dem Konzept, trugen Ideen zusammen und entwickelten Konzepte. Das kostete sehr viel Zeit, machte aber auch unglaublich viel Spaß. Mitarbeiter kamen und gingen, wir ließen nicht nach und verfolgten ein gemeinsames Ziel.

Bald war es dann auch an der Zeit an dem eigentlichen Spiel, also der Programmierung usw. zu arbeiten. Darüber berichte ich aber im nächsten Blogpost, inklusive bewegter Bilder von "Twilight Symphony"! :)


Liebe Grüße,
Benjamin Spang